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Mauerneugestaltung im Wohngebiet Oranienburger Straße

Im Wohngebiet der Oranienburgerstraße befindet sich eine Mauer, die zu dem angrenzenden Geschäftsräumen des ehemaligen Elektrogroßhandels am Bockumer Weg gehört. Diese wurde neu gestaltet.






In Absprache mit dem Besitzer des Grundstücks wurde die Mauer vor ca. 8 Jahren in Zusammenarbeit mit der Jugend-kunstschule und unter Mitarbeit von Kindern neu gestaltet.

 

In den vergangenen Jahren wurde diese Mauer durch Graffitis und Schmierereien stark verunstaltet, so dass eine Neugestaltung notwendig ist. Geplant wird die Neugestaltung in Zusammenarbeit mit dem Hammer Künstler Osman Bol. Zusammen mit den Jugendlichen, die sich in diesem Bereich der Oranienburgerstraße aufhalten, wurde ein Entwurf für die Neugestaltung erarbeitet.

 

Ziele

  • Bewohneraktivierung
  • Förderung von Kreativität
  • Identifikation mit dem eigenen Wohnumfeld

Inhalt

 

Planung und Umsetzung der Neugestaltung der Mauer mit Kindern und Jugendlichen aus dem Wohngebiet unter Anleitung des Künstlers Osman Bol.

 

Bewertung des Projektes „Mauer Neugestaltung im Wohngebiet Oranienburgerstraße“ durch den Projektträger

Nachdem die Mauer im Wohngebiet im letzten Jahr durch eine Firma saniert wurde, konnte die Neugestaltung durch die schlechte Wetterlage im Herbst 2009 erst in den Osterferien dieses Jahres durchgeführt werden.
Bereits im letzten Jahr planten 7 Jungen im Alter von 10 - 17 Jahren zusammen mit dem Künstler Osman Bol wie die Mauer neu gestaltet werden könnte. Die Jugendlichen einigten sich schließlich auf Schattenmotive von Hip Hop – Tänzern , die sie mit Osmal Bol gestalteten.
Schon bei der Vorgrundierung der Mauer halfen einige Kinder und Jugendliche aus dem Wohngebiet mit. Die Neugestaltung der Mauer fand vom 06.04.- 09.04.2010 in Zusammenarbeit mit Osman Bol statt. Insgesamt arbeiteten 18 Kinder und Jugend-liche bei diesem Projekt mit.
Sehr erfreulich war die positive Resonanz vieler Bewohner der Oranienburgerstraße. Während Anwohner spontan Strom für den Beamer spendeten, mit dem die Bilder auf die Wand projektiert wurden, blieben wiederum viele andere stehen und bestaunten die Arbeit der Kinder. So kam es auch zu dem einen oder anderen Gespräch zwischen Anwohnern und den Akteuren. Jüngere Kinder, die sich auf Grund ihres Alters nicht an der Malaktion beteiligen konnten, sammelten Säcke weise Müll und leisteten so ihren Beitrag zur Verschönerung des Wohngebietes.
Positive Bemerkungen wie: „Schön, dass ihr die scheußliche Mauer neu bemalt“, oder: „Toll, dass ihr hier dafür sorgt, dass es schöner wird“ führten sichtlich dazu, dass die Jugendlichen stolz waren und sich noch mehr Mühe gaben. Auch von Gleichaltrigen, beziehungsweise von den jungen Erwachsenen kam viel Zuspruch. Noch heute gibt es positive Rückmeldungen von Anwohnern und Eltern der Teilnehmer. Auch berichten Teilnehmer, dass sie beispielsweise in der Schule von Mitschülern  auf „ ihre“ Mauer angesprochen werden. „ Voll cool eure Mauer“.
Nach Abschluss des Projektes wurden alle Akteure zum gemeinsamen Grillen eingeladen, bei dem Jugendliche tatkräftig mithalfen und auch ihren Unterstand zur Verfügung stellten. Einige Mütter steuerten sogar einen Salat zum Grillen bei.
Im Zuge der Mauerbemalung kam es auch zu einem Gespräch mit direkten Anwohnern, die sich durch Lärm vor ihrem Wohn-haus stark belästigt fühlen. Durch ein vermittelndes Gespräch mit den Anwohnern und den Jugendlichen konnte eine Befriedung der Situation erreicht werden, die bis heute anhält. Vereinbart wurde, dass die Kinder und Jugendlichen nicht wie bisher das große Eisentor neben der Mauer als Tor nutzen, sondern dass eine andere Lösung in Form von mobilen Toren gefunden wird.
Die Ziele der Bewohneraktivierung und positiven Identifikation mit dem eigenen Stadtteil wurden durch das Projekt erreicht.

 

Stadtteilbüro Hamm-Norden

Annette Hübner