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Förderung von medienbegabten Schülern der Karlschule

Projektidee:

Die Vielzahl der durchgeführten Projekte basieren auf der Grundlage, Defizite im schulischen Bereich zu beheben. Es werden Förderangebote für die unterschiedlichsten Bereiche angeboten. In dieser Betrachtungsweise geht leider der Blick auf die Jugendlichen verloren, die einfach mitlaufen, unauffällig sind, bzw. durch Unterforderung negativ auffallen.

Wie passen die Jugendlichen in ein Förderschema?
In Gesprächen mit Organisationen (Schule, Institutionen) wurde diese Gruppe nicht beachtet und auch nicht in Förderpläne aufgenommen. An dieser Stelle sei bemerkt, dass diese Jugendlichen über Kompetenzen verfügen, diese aber nicht eingesetzt werden. Wenn man über Kompetenzen spricht sollte man zwischen Sachkompetenz und sozialer Kompetenz differenzieren. Viele Jugendliche haben im Bereich der Medienkompetenz bessere Kenntnis als das pädagogische Personal. Deshalb dokumentieren sie im Unterricht Desinteresse und fallen durch ihr gelangweiltes Verhalten und sehr oft auch durch Fehlzeiten auf.

Michael Gorriz, Vice President und CIO der Mercedes-Benz-Car-Group sagte:
"Wer in der Bildungspolitik glaubt, dass es heute und in Zukunft noch Arbeitsplätze ohne IT-Kenntnisse gebe, plant an der Realität in der Wirtschaft vorbei."

Das Zusammenbringen von Sach- und sozialer Kompetenz, die sich in aktiver Mitgestaltung des Unterrichts/Aktivität/Projektes äußert sollte ein Anliegen sein. Es werden zu einem frühen Zeitpunkt Kompetenzen gefördert, die eine positive Schulkarriere, eine frühzeitige berufliche Orientierung und eine positive Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. Desweiteren ist das Projekt als flankierende Unterstützung der Maßnahmen aus Plan B Berufsvorbereitung.

 

Projektziele

  • Die Teilnehmer sind aktiv in Lernprozesse eingebunden und können diese auf weitere Anforderungen übertragen. Interdisziplinärer Bildungsansatz: Bündelung des schulischen Curriculums (Mathematik, Deutsch, Englisch, Informatik)
  • Jugendliche erkennen ihre Kompetenzen (Sach- und Sozialkompetenzen) und setzen Sie positiv ein.
  • Sie bringen eigene Ideen ein.
  • Sie erkennen Notwendigkeiten und Sachzwänge.
  • Sie können ihre Kompetenzen auf andere Lehr- und Lernsituationen übertragen und weiterentwickeln.
  • Sie können in intergenerationellen Kontext ihre persönlichen Fähigkeiten einsetzen  aber auch Fähigkeiten im Umgang mit Älteren sammeln. Diese verfügen über Berufserfahrung, die an die Jugendlichen weitergegeben werden kann.
  • Jugendliche werden zu praktischer Arbeit im Wohnumfeld motiviert.
  • Sie beeinflussen Gruppenprozesse positiv und nachhaltig.
  • Durch frühzeitige Förderung der Projektteilnehmer werden Arbeitsweisen und Lerntechniken zielgruppenorientiert verinnerlicht.
  • Positive Beeinflussung der Vernetzung im Stadtteil (Schule, Vereine, Institutionen)
  • Ältere Bewohner des Stadtteils werden als Bildungspartner eingesetzt.
  • Verbesserung der Sprachkompetenz (Kommunikation mit Senioren)

 

Indikatoren für Erfolg

  • Es bilden sich Teamprozesse, keine Meinungsführer und Trendsetter
  • Positive Auswirkung auf den Alltag (schulisch, außerschulisch)
  • Positive Rückmeldung der Beteiligten (Lehrende, externe Teilnehmer)
  • Andere beteiligen sich im verstärkten Maße an der Alltagsarbeit durch Vorbildfunktion
  • Erfolgreiche Teilnahme an Zertifizierungen (Anlage1)
  • Messbarkeit: Befragungen Schüler, Bewertung durch externe Partner

 

 

Erfahrungsbericht

Medien bestimmen unseren privaten und beruflichen Alltag. Technische Möglichkeiten der Vervielfältigung, Übertragung und Vernetzung spielen in der "natürlichen" Umgebung der Schüler/innen eine immer größere Rolle, sie sind ein Teil ihrer Wirklichkeit, ihrer Lebenswelten. Erziehung und Bildung sollten Heranwachsende in ihrer Beziehung zur Welt/Wirklichkeit begleiten und fördern.

Angesichts der Herausforderung durch die elektronischen Medien hat sich der Förderkreis Bildung und Integration e.V verstärkt dem Auftrag gestellt, an der Heranbildung kommunikationsfähiger und urteilsfähiger Menschen mitzuwirken, die Kreativität und die Freude an eigenen Schöpfungen anzuregen und sich im Sinne des Unterrichtsprinzips "Medienerziehung" um eine Förderung der Orientierung des Einzelnen in der Gesellschaft und der konstruktiv-kritischen Haltung gegenüber vermittelten Erfahrungen zu bemühen.

Die Teilnehmer mussten sich schriftlich bewerben und darlegen, warum eine Teilnahme an dem Projekt erfolgen sollte. Die Auswertung ergab, das die Lernbereitschaft als hoch eingestuft wurde, der Umgang mit Medien einen großen Teil der Freizeit einnehmen. Von der Teilnahme versprachen sich alle bessere Chancen für Bewerbungen und Praktika.

Die SchülerInnen der Klasse 6 der Karlschule visualisierten ihre Zielsetzungen . Dies geschah über ein erstelltes Kurzvideo und eine Präsentation. Hier konnten die SchülerInnen erkennen, wie stark durch die Nutzung der Medien das tägliche Leben beeinflußt wird/wurde. Ein weitere Hürde, dass erstellte vor allen vorstellen zu müssen, wurde nach anfänglichem Zögern in der Kreis der Teilnehmer gut gemeistert.

Im Rahmen des Projektes fiel den TeilnehmerInnen die Aufgabe zu, ihre Medienkenntnisse an "Senioren" weiterzugeben. Dieser intergenerationale Ansatz wirkte sich positiv auf das Sozialverhalten und sprachliche Kompetenz aus. Geduld und Zuhören wurde erwartet, die Senioren erwiderten dies mit Lob und Anerkennung gegenüber den TeilnehmernInnen.

Das Erarbeiten von Inhalten und die Recherche machten einen Teil der Projektarbeit aus. Am Ende des Projektzeitraums entstand eine Präsentation die jede(r) teilnehmende SchülerIn mit Stolz in der Schule, vor Lehrern und MitschülerInnen, als auch zu Hause präsentierte.

Karl-Heinz Rohde
Förderkreis Bildung und Integration e.V.

 

Kurzvideo der TeilnehmerInnen zum Thema:
Kann ich mit einer guten Schulausbildung meine Wünsche erfüllen?