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Marco Polo II - Berufliche Orientierung auf europäischen Arbeitsmärkten mit individuellem Coaching

Veranstalter

Förderkreis Bildung und Integration e.V.

in Kooperation mit der VHS der Stadt Hamm ,der Karlschule, dem österreichischen Partner Mario Dengler, als freiberuflich tätiger systemischer Coach, sowie dem Kommunalen Job-Center

Förderzeitraum

11.10.2007 bis 30.06.2008

Ziele und Zielgruppe

Angesichts der in unserer Region bestehenden negativen Arbeitsmarkt- und Ausbildungsplatzsituation wurde das Mikroprojekt „Marco Polo“ im Rahmen einer kommunalen Strategie zur Arbeitskräftemobilität bereits in der letzten Förderperiode entwickelt und jetzt verfeinert.

Das neue Mikroprojekt „Marco Polo 2“ sollte Jugendliche durch ein individuelles Coaching auf die kommunale Strategie vorbereiten und qualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuchende in Regionen vermitteln, in denen es ein gutes Angebot gibt.

Verlauf

In einem verbesserten Bewerbungsverfahren wurden Schülerinnen und Schüler mit entsprechenden Potenzialen und Interessen von vier Bildungsträgern, der VHS mit jungen Erwachsenen, die den Hauptschulabschluss nachholen, und drei Hauptschulen ausgewählt. Dabei wurde eine positive individuelle und gruppenbezogene Dynamik geschaffen. Mit praxisorientierten Aktionen wie einem Thekenservice bei Veranstaltungen im Stadtteil machten sich die Jugendlichen mit gastronomischen Aufgaben vertraut. Ihre Mobilität stellten die Teilnehmer im Rahmen eines Mobilitätstrainings im Rahmen einer Stadtrallye unter Beweis.

In Tirol erfuhren sie dann ein zehntägiges Orientierungs- und Trainingsprogramm auf dem dortigen regionalen Arbeitsmarkt. Auf dem Programm standen eine dreitägige Hospitation in Gastronomiebetrieben, Besuche von lokalen Unterstützungsorganisationen in allen Lebensbereichen, damit sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein umfassendes Bild von der lokalen Lebenssituation machen konnten, sowie individuelle Coachingmaßnahmen im Bereich der Schlüsselkompetenzen.

Ergebnis

Während des Mikroprojektes wurde von jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer ein individueller Berufs- und Entwicklungsplan erarbeitet. Vage berufliche Vorstellungen wurden durch praktische Erfahrungen konkretisiert. Sämtliche Übungen wie das Kellnern oder das Anfertigen eines kalten Buffets im Rahmen von Stadtteilveranstaltungen erledigten alle Jugendlichen mit großem Enthusiasmus, schließlich nutzten sie das Mikroprojekt als berufliche Chance und arbeiteten begeistert und positiv mit. So ergriffen sie etwa vor dem Weihnachtsfest die Initiative und veranstalteten eigenverantwortlich eine Weihnachtsfeier mit mehrgängigem Menü für Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schulleitung.

Wie bereits bei der Stadtrallye stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch durch die Fahrt nach Innsbruck und die Hospitation in den österreichischen Betrieben ihre Mobilität und Entschlossenheit in Bezug auf ihre Berufswahl unter Beweis.

Die Schülerinnen und Schüler wurden frühzeitig in den laufenden Betrieb integriert und hatten eigenständig Aufgaben erledigen. Die große Zufriedenheit auf beiden Seiten mit dem Verlauf des Praktikums spiegelt sich nicht zuletzt darin, dass insgesamt fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer Lehrverträge als Koch bzw. Restaurantfachfrau in Tirol unterzeichneten. Nach einer weiteren Probearbeit bzw. einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch wollten zwei weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine entsprechende Ausbildung in Norddeutschland beginnen.

Insgesamt ist festzustellen, dass durch das Mikroprojekt „Marco Polo“ die Mobilität der Jugendlichen deutlich erhöht und deren persönliche und soziale Kompetenzen gestärkt werden konnten.

Ansprechpartner(in)
Karl-Heinz Rohde
Förderkreis Bildung und Integration e.V.
Fährenbruch 2a
59071 Hamm

Tel.: 02388/800831
Mail: los(at)fkbi.de