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Existenzgründung im Bereich Entsorgung, Recycling, Autoaufbereitung, Kleinhandel

Veranstalter

Karel Reinhard

Förderzeitraum

1. März bis 30. Juni 2004

Ziele und Zielgruppe

Seit Jahren in dem Bereich Entsorgung von Wertstoffen und in der Autoaufbereitung als Aushilfskraft tätig, will Karel Reinhard nun den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Durch seine langjährige Tätigkeit konnte er bereits viele Kontakte und vielfältige Erfahrungen sammeln. Doch auch aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Gruppe der Hammer Sinti und früherer Probleme wird er von Banken keine Kredite erhalten. Daher soll ihn dieses Mikroprojekt in der Phase der Existenzgründung im Bereich Wertstoffhandel durch die Übernahme von Kosten absichern.

Verlauf

Nachdem das Mikroprojekt von der örtlichen Wirtschaftsförderung sehr positiv aufgenommen wurde, konnte in Zusammenarbeit mit einer Betriebswirtin ein genauer Wirtschaftsplan erstellt werden. Durch die Gründung einer Ich-AG wurde die Finanzierung laufender Kosten wie Kranken- und Rentenversicherung für die erste Zeit gesichert. In den Anfangsmonaten wurde sehr viel Zeit für Behördenangelegenheiten, Beratungsgespräche usw. benötigt. Erst in der zweiten Hälfte Mikroprojektes des ersten Förderjahres konnte die volle Konzentration auf mögliche Gewinn bringende Aktivitäten gelegt werden, um eine gesicherte Existenz zu schaffen.

Eine Schwerpunktarbeit sah Reinhard in den Nischen, die von größeren Entsorgern nicht oder nur zu sehr hohen Kosten bedient werden, und die er aufgrund seiner minimalen Betriebskosten günstiger bedienen kann.

Ergebnis

Karel Reinhard entwickelte folgende Tätigkeitsfelder für sich:

Umwelt

  • Für Stahlschrott und NE-Metalle mit Anhaftungen können kostenfrei Container gestellt werden. Dieses Angebot besteht auch für Kabelabfälle mit niedrigem Querschnitt
  • Auflösung von ungenutzten Arbeitsbereichen oder Hallen

Vermittlungen

  • komplette preisgünstige Entsorgung von überwachungsbedürftigen Abfällen incl. Entsorgungsnachweis, z.B. Öle, Farben, Lacke, Verdünnungen, Bohr- und Kühlflüssigkeiten
  • Vermittlung von Bau- und Arbeitsmaschinen

Handel

  • Ankauf von NE-Metallen, Stahlschrott sowie Kabelabfällen für sortenreine Metallabfälle werden überregional Höchstpreise gezahlt ebenso wie
  • für Kabelabfälle mit hohem

Querschnitt

  • Handel mit Fahrzeugen aller Art
  • Handel mit Auslaufwaren der Industrie und des Handwerks

Insgesamt wurden zu hohe Zielerwartungen gesetzt, die nicht eingehalten werden konnten. Unter anderem sollte laut Wirtschaftsplan 200,00 Euro in den ersten beiden Monaten dund anach jeweils 500,00 Euro erwirtschaftet werden. Die administrativen Tätigkeiten wie notwendige Beratungsgespräche, Versicherungsangelegenheiten und vieles mehr nahmen gerade in den Anfangsmonaten mehr Zeit in Anspruch  als geplant. Entsprechend konnte sich Reinhard in dieser Zeit nicht seinen im Aufbau befindlichen, Gewinn bringenden Aktivitäten widmen. Die Bilanz nach den ersten fünf Monaten zeigte, dass Beträge als Vermögen für die kommenden Monate erwirtschaftet wurden, also Zahlungen für Investitionen, Versicherung usw. Diese Beträge entsprachen den geplanten Gewinnen.

Karel Reinhard gelang es, zwei Betriebe im Stadtteil als regelmäßige Schrottlieferanten zu gewinnen. Da bisher andere Prioritäten gesetzt wurden, nutzte er noch nicht die Chancen aus der sozialen Vernetzung im Stadtteil.

Die Prognosen für die Zukunft des Unternehmens sind insgesamt überwiegend positiv zu bewerten.

Ansprechpartner(in)
Karel Reinhard

Tel.: 0172/5362769
Mail: metalle.uvh(at)web.de