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Ludgerischule Blickpunkte

Projektantrag

Von Schülerinnen und Schülern der Lugerischule
erstellte Blickpunkte – im Stadtteil präsentiert

Mit Unterstützung eines Künstlers und unter seiner Anleitung erstellen Schülerinnen und Schüler der Ludgerischule Kunstobjekte, die sie als Einzelstücke für einen Zeitraum von einigen Wochen im Stadtteil z. B. in öffentlichen Gebäuden, Geschäften, Kindertagesstätten, Gemeindehäuser ausstellen.

Mit diesem Projekt sollen einerseits die Kinder kreative Ausdrucksmöglichkeiten finden und weiterentwickeln. Sie werden an künstlerische Sichtweisen herangeführt und schulen ihre technischen und handwerklichen Fähigkeiten. Außerdem sollen soziale Kompetenzen gefördert werden, indem jedes Kind bei den Gesprächen über die Erlaubnis und Konditionen der Ausstellung im Stadtteil einbezogen wird. Insofern ist auch die Erkundung des Stadtteils bei der Suche nach Ausstellungsorten ein Bestandteil des Projektes. Schließlich erfahren die Schülerinnen und Schüler öffentliche Wertschätzung und Anerkennung für ihre ausgestellten Werke.

Andererseits beziehen sich die Ziele des Projektes nicht nur auf die Kinder, sondern  auch auf die Öffnung der Schule in den Stadtteil. Dabei tritt Schule nicht als abstraktes Gebilde auf, sondern konkret durch begleitete direkte Kontakte einzelner Schülerinnen und Schüler zu den Ausstellungsorten und dann in Form der präsentierten Werke.

 Die Durchführung des Projektes erfolgt als Arbeitsgemeinschaft mit 10 bis 15 Teilnehmenden, die in der Schule am Nachmittag stattfindet. Das Projekt ist nicht nur für die Schülerinnen und Schüler des Offenen Ganztags konzipiert, sondern ist offen für alle Schülerinnen und Schüler der Ludgerischule. Das Projekt läuft zunächst über ein Schulhalbjar, von Februar bis Juli 2010. Für den Fall dass diese Laufzeit sich als zu kurz erweisen sollte, weil z. B. die Erstellung ausstellungsfähiger Werke mehr Zeit benötigt, ist eine zweite Phase über ein weiteres Halbjahr vorgesehen.

Projektbericht

Projektbericht:
"Von Schülerinnen und Schülern der Lugerischuleerstellte Blickpunkte – im Stadtteil präsentiert"

 Unter Anleitung des Hammer Künstlers Helmut Berger erstellten 15 Schülerinnen und Schüler der Ludgerischule Kunstobjekte, die sie als Einzelstücke für einen Zeitraum von einigen Wochen im Stadtteil in öffentlichen Gebäuden ausstellten.

Ziele des Projektes waren:

  • Kindern der Ludgerischule künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten vermitteln
  • technische und handwerkliche Fähigkeiten in Umgang mit Material und Werkzeug verbessern
  • soziale und kommunikative Fähigkeiten üben
  • Kindern Anerkennung für ihre Kunstobjekte zu verschaffen
  • Öffnung der Schule in den Stadtteil

Als erfolgreich sehen wir das Projekt an, wenn in der kurzen Laufzeit eines halben Jahres tatsächlich Kunstobjekte erstellt werden und diese im Stadtteil ausgestellt werden können.

Durchführung

Für das Projekt wurden nach Interessenbekundung 15 Schülerinnen und Schüler unter dem Aspekt ausgewählt, eine heterogene Gruppe hinsichtlich Geschlecht, Alter und Kompetenzen zu bilden. Interesse wurde ausschließlich von Kindern des Ganztags angemeldet. Für die Anderen war offenbar das Wiederkommen in die Schule am Nachmittag ein Hindernis. Aufgrund der Stundenpläne und der Raumnutzung war  jedoch kein früherer Termin möglich.

Die Gruppe traf sich im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2009/2010 wöchentlich für zwei Stunden mit Herrn Berger, der durch einen Mitarbeiter des Ganztags unterstützt wurde. Nach Übungen im Rollenspiel ging es in den Stadtteil, damit die Kinder die Erlaubnis zur Ausstellung an verschiedenen Stellen erfragen.

Gemeinsam durch den Stadtteil auf der Suche nach Ausstellungsräumen

Ergebnis

Die Gruppe hat mit 15 Teilnehmenden mit regelmäßiger Beteiligung gearbeitet und es wurden bunte Fischfamilien aus Holz, Metall und Farbe erstellt. Die Arbeitsweise von Herrn Berger unterstütze die Kinder gut darin, selbstständig mit Werkzeug und Geräten umzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen, wenn Schwierigkeiten auftraten.

Dabei half die Zusammensetzung der Gruppe mit Kindern unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Kompetenzen. Alle konnten am Ende stolz ihr Ergebnis vorweisen und die meisten davon auch an einem öffentlichen Ort präsentieren. Der Wunsch einiger Kinder, die Objekte zu verkaufen, realisierte sich jedoch nicht. Abschließend erschien n Zeitungsbericht, der zusätzliche Anerkennung für die Kinder bedeutete.

Insgesamt sehen wir das Projekt als gelungen an, weil neben dem Lernen und den Erfahrungen für die Kinder auch Verbindungen aus der Schule in den Stadtteil hergestellt wurden. Gleichwohl ist nicht zu erwarten, dass durch diese einmalige Aktion nachhaltige Kontakte entstanden sind.

Im Projektantrag war die Möglichkeit einer Verlängerung für ein Halbes Jahr angesprochen, wenn die Zeit zur Erstellung der Kunstobjekte nicht reichen sollte. Zwar hat die Zeit gereicht, aber der positive Verlauf des Projektes begründet den Wunsch nach einer Verlängerung.

Hamm, den 31.08.10

Rolf Öhlmann 

Projektbericht zu "Blickpunkte"

Pressemitteilung

Berichterstattung des Westf. Anzeigers vom 08.07.2010