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Zukunft Beruf, Karlschule

Situationsbeschreibung:

Die Notwendigkeit des hier beantragten Vorhabens für die Karlschule ergibt sich einerseits aus der bemerkenswerten Anzahl der Schüler, die bei ihrer Ausbildungsplatzsuche eine einzellfallbezogene Unterstützung benötigen. Andererseits aus der geringen Anzahl derjenigen, die Ende der Klasse 9 bzw. Anfang der Klasse 10 eine Vorstellung entwickelt haben, wie sie ihr zukünftiges (Berufs- )leben gestalten möchten. Der Karlschule ist es bisher gelungen im Stadtteil und darüber hinaus ein gut funktionierendes Kooperationsnetzwerk (Deutsches Rotes Kreuz, Caritasverband, Jugendarbeit Hamm Norden e.V., Kommunales JobCenter Hamm, Jugendamt, Agentur für Arbeit) zur individuellen Unterstützung ihrer Schüler aufzubauen. Eine methodische Unterstützung der Lehrkräfte zur Optimierung der schuleigenen Berufsorientierung spielte in den bisherigen Kooperationszusammenhängen keine vordergründige Rolle. Eine Unterstützung des Lehrpersonals erscheint jedoch -auch aus Sicht der Schulleitung- ebenfalls als notwendig, um in der Schule mit gebündelten Kräften ein nachhaltiges und wirksames Übergangsmanagement aufzubauen und dadurch Schüler möglichst frühzeitig auf das Leben und die Berufswahl vorzubereiten.

 

Zielgruppe und Vorhaben

Im Rahmen des Projektes „Zukunft Beruf“ sollen im Schuljahr 2008/2008 themenbezogene Workshops für Lehrkräfte der Karlschule gemeinsam mit einzelnen Vertretern des Kooperationsnetzwerks im Übergang von der Schule in den Beruf als auch für alle Schüler der Klasse 8/10 durchgeführt werden. Zur bedarfsorientierten Gestaltung der Workshops werden im Vorfeld Abstimmungsgespräche mit der Schulleitung und den Netzwerkpartnern der Schule aus dem Stadtteil Hamm Norden geführt werden.

 1.      Methodenworkshop für pädagogische Fachkräfte (ca. 30 Personen)

Thema sind prozessorientierte Methoden mit erlebnispädagogischen Wurzeln, die mit geringem Materialaufwand in Projektgruppen, überwiegend auch im Klassenverband und schulischem Rahmen durchführbar sind. Ansatz ist der beschriebenen Zielgruppe mit ihren Schülern durch die Gestaltung von positiven, motivierenden Erfahrungsräumen möglichst viele Handlungserfahrungen zu ermöglichen und die sprachliche Vermittlung von Inhalten zu ergänzen.

Inhalte:

  • Übungen zu Kooperation, Kommunikation, Initiative
  • Übungen zur Team-/Projektarbeit, zu Teamrollen und eigener Rolle im Team
  • Feedbackübungen/ Kritiktraining
  • Hilfen im Unterricht wenn es mit Sprache nicht weitergeht
  • Transfer in Regelunterricht
  • Entwicklungspsychologische Aspekte von Berufswahlorientierung

Ziele:

  • Entlastung der Lehrkräfte durch Erweiterung der Methodenkompetenz
  • Einführung in Konzept und Methodik im Bereich Lebens- und Berufsplanung
  • Erfahren der Ansätze durch Simulation
  • Erweiterung der Handlungs- und Motivationsmöglichkeiten für den Regelunterricht
  • Erweiterung der eigenen Beratungskompetenz
  • Alternativer Zugang zu Jugendlichen aus motivationsarmen Umfeld
  • Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Kooperationspartnern mittels des gemeinsamen Workshoperlebnisses

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 2.      Methodenworkshop für Schüler der Klasse 8-10 (ca. 60 Schüler)

Schülerinnen und Schüler sollen durch einen initiierten Prozess aus sich selber heraus aktiv formulieren, was ihre Fragen an Zukunft, an Umwelt und an sich selbst sind. Im Rahmen der Entwicklung stellen sie sich die Frage, welche Ziele sie haben bzw. ihnen von außen gesetzt werden und wurden, wie man zu eigenen kommt und diese umsetzen kann. Das Handlungsorientiertes Training führt dazu, die Beantwortung dieser Fragestellungen sehr zügig und konkret in überschaubaren Bereichen umzusetzen, Selbststeuerung zu leisten und Eigenverantwortung für eigene Ziele und Ergebnisse zu übernehmen.

Ziele:

  • Förderung der Selbsteinschätzung und Erkennen eigener Potentiale durch Vermittlung von Erfahrungen in einem handlungsorientierten Setting.
  • Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit durch Förderung sozialer Kompetenzen
  • Ermutigung durch Aufbau des Selbstbewusstseins durch positive Seminarerfahrungen
  • -Schaffung, Förderung oder Festigung der Eigenmotivation, den Berufswahlprozess aktiv zu gestalten

Um die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Workshops zu überprüfen, werden die Einschätzungen der Teilnehmer in Bezug auf den persönlich erzielten Mehrwert der jeweiligen Workshops mittels eines Fragebogens befragt. Darüber hinaus ist für das Schuljahr 2009 ein Evaluationstreffen mit allen beteiligten Kräften geplant, bei dem sie den Erfolg der einzelnen Projektbausteine benennen und die daraus hervorgegangenen Konsequenzen für die künftige gemeinsame Umsetzung der Berufsorientierung an der Schule erarbeiten sollen.

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Evaluation

Im Rahmen des Projektes wurde eine Befragung der teilnehmenden Schüler/innen durchgeführt.

Die Ergebisse können als pdf eingesehen werden.