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Gestaltung einer Eisenbahnbrücke

Projektantrag

Seit vielen Jahren besteht der Wunsch im Hammer Norden, die vielen Eisenbahnbrücken (am Bockumer Weg und Nordenstiftsweg) farblich zu gestalten. Im Sommer 2009 konnte nach Zustimmung der DB Netz AG als Eigentümerin und mit Finanzierung aus dem Aktionsprogramm „Hamm blüht auf“ die erste Brücke umgestaltet werden. Interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 der Karlschule ließen innerhalb von zwei Projektwochen mit viel Engagement eine ganzjährig anzuschauende Blütenpracht an der Brücke Bockumer Weg/Nordenheideweg entstehen. Dass das Projekt von Anfang an von einer breiten Öffentlichkeit getragen wurde, zeigten die privaten Spenden und die vielen „Pausenbrote“ für die beteiligten Schülerinnen und Schüler.

Das sog. „Tulpen-Tor“ sollte eine Vorreiterfunktion im Hammer-Norden haben. Schon während der Projektphase sowie in späteren Sitzungen des Arbeits- und Präventivkreises Hamm-Norden wurden erneut Wünsche zur Umgestaltung weiterer Brücken geäußert. Dabei liegt an erster Stelle die Brücke am Großen Sandweg / Ecke Nordenheideweg.

Die Verwaltung hat nach ersten Gesprächen mit der DB Netz AG bereits mündlich „grünes Licht“ zu dieser zweiten künstlerischen Brückengestaltung erhalten. Nach schriftlicher Zustimmung mit den bereits durch das erste Projekt bekannten Bedingungen (keine Kostenbeteiligung der DB Netz AG, Abstimmung des Entwurfes mit der DB Netz AG sowie verschiedene Sicherheitsauflagen) kann mit der genauen Zeitplanung des Projektes begonnen werden.

Für die Durchführung gibt es zwei Varianten, deren Realisierung im Augenblick überprüft wird:

  1. ähnlich wie bei der ersten Brücke wird es ein reines Jugendprojekt
  2. alternativ dazu ist ein generationsübergreifendes Projekt möglich

Da die Brücke Großer Sandweg / Nordenheideweg ca. 25 – 30 % mehr Fassadenfläche hat als die Brücke am Bockumer Weg, liegen die Kosten entsprechend höher.  

Sobald die schriftliche Entscheidung der DB Netz AG vorliegt und die Kosten incl. Finanzierung absehbar sind, werden auch beide Bezirksvertretungen (Heessen und Bockum-Hövel) über das Projekt informiert.

Das „Sonnentor“ – Brückengestaltung zur Aufwertung einer wichtigen Wegeverbindung

Projektinhalte

Der Hammer Norden wird von mehreren Eisenbahntrassen durchschnitten. Mitten im Gebiet führt der Große Sandweg unter einer Bahnbrücke entlang. Im Rahmen des Modellvorhabens „Soziale Stadt NRW – Wir setzen Zeichen“ haben AnwohnerInnen sowie Kinder und Jugendliche innerhalb von zwei Projektwochen mit viel Engagement eine ganzjährig anzuschauende Blütenpracht entstehen lassen. Die ehemals trostlos aussehende Eisenbahnbrücke am Großen Sandweg / Nordenheideweg / Grundhövelweg wurde in Zusammenarbeit mit dem Hammer Künstler Osman Bol und Mitarbeitern des Kommunalen Jobcenters AöR, Abteilung BgA zu einem „Sonnenblumentor“ zwischen den Bezirken Bockum-Hövel und Heessen umgestaltet. Das Projekt wurde vom Stadtteilbüro Hamm-Norden entwickelt und personell begleitet.

Projektziele und Zielgruppen

Mit dem Projekt werden mehrere Zielsetzungen verfolgt:

  • Gestalterische Aufwertung einer wichtigen Wegeverbindung. Hierbei ist auch die Reduzierung von Angsträumen eine wichtige Motivation.
  • Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Frauen an der Aufwertung ihres Stadtteils
  • Integrative und generationenübergreifende Projektarbeit

Grundsätzlich sind mit der Maßnahme alle BewohnerInnen des Hammer Nordens angesprochen. Ein besonderes Augenmerk liegt aber auf den Gruppen, die im Stadtteilbüro Hamm-Norden aktiv sind, als da wären

  • der türkische Müttertreff Schottschleife
  • die Hammer Sinti, organisiert über den Selbsthilfeverein „Am Schüttenort“ e.V.
  • zwei Mädchengruppen im Stadtteilbüro Hamm-Norden
  • eine vierte Klasse der Johannesgrundschule

Trägerschaft und Kooperationspartner

Träger der Maßnahme ist das Stadtteilbüro Hamm-Norden. Die Planung und Umsetzung der Maßnahme erfolgt in Kooperation mit weiteren Akteuren aus dem Stadtteil:

  • Osman Bol, Künstler
  • Kommunales Jobcenter AöR
  • Stadtplanungsamt
  • DB Netz AG
  • Präventivkreis Hamm - Norden
  • Einzelpersonen aus dem Stadtteil

Finanzierung

Die Gesamtkosten für die Gestaltung wurden aus dem Modellprogramm „Zeichen setzen“ übernommen.

Durchführung

Auf Grund der Vorgaben des Präventivkreises hat der Hammer Künstler Osman Bol einen Entwurf mit Sonnenblumen entwickelt, dieser wurde mit der DB Netz AG als Eigentümerin der Brücke abgestimmt. Daraus ist eine großflächige Blumenwand entstanden, die an beiden Brückenköpfen aus riesigen gelben Blüten besteht. Das Projekt wurde von der DB Netz AG, dem Arbeits- und Präventivkreis Hamm-Norden und auch von beiden für den Hammer Norden zuständigen Bezirksvertretungen unterstützt. Personell begleitet wurden diese Projektwochen hauptsächlich von den Mitarbeitern des Stadtteilbüros Hamm-Norden. Die neu gestaltete Brücke ist im Rahmen eines Pressetermins am 8. Oktober 2010 an den Stadtteil Hamm-Norden „übergeben“ worden.

Darstellung des Projektes in der regionalen Presse:
23. September 2010

09. Oktober 2010

Bildgalerie: Sonnenblumentor