Kurzbeschreibung: Mobilität beginnt in der eigenen Persönlichkeit: die Voraussetzung dafür, dass Kinder sich sicher auf dem Schulweg bewegen, sich mit Freunden in anderen Stadtteilen treffen oder auch im übertragenen Sinne sich selbstbewusst aufmachen können zu „neuen Ufern“ hängt stark von der eigenen Beweglichkeit, dem Wahrnehmungsvermögen und der Handlungskompetenz des Kindes ab. Die Fähigkeit zum abstrakten Denken und Planen orientiert sich an Vorstellungen, denen Bewegungserfahrungen zugrunde liegen. So bedürfen besonders Kinder mit Entwicklungsdefiziten im Bereich der Motorik, Wahrnehmung, Konzentration oder Sprache und damit häufig verbundener Selbstwertproblematik einer zusätzlich zum Sportunterricht stattfindenden Psychomotorischen Förderung. Diese Kinder fallen bereits im Kindergartenalter auf und werden gerade im Familienzentrum Hamm-Norden während der Unterbringungszeit in den Kita`s gut gefördert. Viele dieser Kinder benötigen jedoch noch über diese Zeit hinaus auch eine intensive Begleitung zu Beginn ihrer Grundschulzeit. Für die Förderung solcher Kinder reicht die Kapazität und Ausbildung der Lehrer in den Eingangsstufen oft nicht aus. Kommen die Kinder dazu aus bildungsfernen oder nicht engagierten Familien wird eine Förderstelle außerhalb der Schule, wo Eltern sich eigenständig hinbewegen müssen oft nicht aufgesucht. So wird die in den Kita`s begonnene notwendige Förderung häufig abgebrochen. Durch die Einrichtung dieses Projektes, wo die abgebenden Erzieher, die Eltern und die neuen Lehrer im engen Austausch sind könnte den Schülern/innen der Übergang in das neue „ Lernzeitalter“ deutlich erleichtert werden.
Projektverlauf: Vor Beginn findet ein ausführliches diagnostisches Verfahren bereits im Kindergarten für die angehenden Schüler statt, ebenso eine Befragung der Erzieher, Eltern, Kinder, Lehrer(Schulspiel) und des Gesundheitsamtes (Schuleingangsuntersuchung), was Basis für die Identifizierung von 2x8 förderbedürftigen Kindern und der Erarbeitung einer geeigneten Förderplanung wird. Informationsveranstaltungen und regelmäßiger Austausch mit Lehrern und Eltern und eine abschließende Diagnostik und Befragung der beteiligten Personen zum Ende des Schuljahres sind eine sinnvolle und notwendige Ergänzung im Förderprozess der Kinder. |