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Stadtteilreporter erkunden "Stärken vor Ort"

Projektziele:

Ziel des Projektes ist eine Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler (SuS) der verschiedenen Schulformen `Hauptschule und Gymnasium` zu fördern und damit negative Vorannahmen und Berührungsängste abzubauen. Über das gemeinsame Tun im eigenen Stadtteil soll die Öffnung beider Schulen und Schülergruppen zueinander erreicht werden.

Die Identifikation mit dem Stadtteil und die Aktivierung für den Stadtteil ist ein weiteres wichtiges Ziel des Projekts. SuS sollen den Stadtteil mit eigenen Augen erkunden und dazu befähigt werden, einen ressourcenorientierten Blick für ihr Umfeld zu gewinnen. Die am Ende stehende Selbstgestaltete Präsentation ihres Stadtteils trägt zur Identifizierung mit dem Stadtteil bei.

Mit der `Ausbildung` zu Stadtteilreportern sollen Chancen der beruflichen Teilhabe gefördert werden. SuS erwerben spezielle Kenntnisse im Bereich Journalismus (Texten, Radio/-Video und Photowesen), lernen verantwortungsvoll mit neuen Medien umzugehen und erhalten einen niedrigschwelligen Zugang zu Berufen aus der Medienwelt.

SuS gewinnen Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Das Selbstvertrauen des Einzelnen und der Gruppe soll gefördert, die Persönlichkeit positiv unterstützt und Selbstwirksamkeitsprozesse angeregt werden.

Projektteilnehmer sind bis zu 16 Schülerinnen und Schüler des Galilei-Gymnasiums und der Albert-Schweitzer-Schule. Mittels einer gezielten Ansprache durch die jeweilige SchülerVertretung der Schule und/oder die entsprechenden KlassenlehrerInnen werden die Klassen 7-9 über das Projekt informiert und für ein Casting zum Stadtteilreporter eingeladen. Über das Casting haben die SuS die Möglichkeit sich als Stadtteilreporter zu bewerben und dabei ihre persönlichen Interessen und Schwerpunkte hervorzuheben. Der zu erwartende Effekt ist, dass sowohl das Interesse für das Projekt als auch die Motivation und Anstrengungsbereitschaft steigen, da der Zugang zum Projekt begrenzt und mit Herausforderungen verbunden ist.

Ziel des Projektes ist eine Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Schulformen zu fördern, die Identifikation mit dem Stadtteil zu erhöhen und über die Ausbildung zu Stadtteilreportern die Chancen beruflicher Teilhabe zu fördern. Begleitet wird das Projekt durch Frau Hesse, Mitarbeiterin des Jugendamts der Stadt Hamm.

 

Bausteine:

Im 1. Baustein des Projekts werden die Schülerinnen und Schüler zu Reportern ausgebildet. Sie nehmen über mehrere Wochen an professionellen Input-Workshops teil und wählen dabei ihren persönlichen Schwerpunkt aus den Bereichen Webdesign, Radio/- und Videowesen oder Fotographie. Die verschieden professionellen Workshopleiter sind sowohl im kommunalen Netzwerk sowie im lokalen Mediennetzwerk eingebunden, sodass das Projekt hierüber eine großflächige Vernetzung erhält.

Während der Workshops werden Basis- und Kernkompetenzen sowie rechtliche Aspekte in den Bereichen der oben genannten Medien vermittelt. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler die im Workshop erworbenen Kenntnisse als Stadtteilreporter verantwortungsbewusst, kreativ und selbstständig nutzen können. Professionelle Einblicke in multimediale und kreative Berufe werden so niedrigschwellig möglich.

Des Weiteren zielen die Workshops darauf ab, das Selbstvertrauen des Einzelnen und der Gruppe zu fördern, die Persönlichkeit positiv zu unterstützen und Selbstwirksamkeitsprozesse anzuregen. Die Workshops unterstützen den Erwerb eines selbstsicheren und professionellen Auftretens und erweitern damit berufliche Startchancen.

 

Im 2. Teil des Projekts erkunden die Schülerinnen und Schüler den Stadtteil und setzten ihren individuellen Medienschwerpunkt. Sie spüren Menschen mit besonderen Talenten auf, besuchen die PlanB und Stärken vor Ort Projekte im Hammer Norden und dokumentieren die Begegnungen mit ihren erworbenen Kenntnissen und dem Einsatz der verschiedenen Medien: Audio/-, Video/- und Photobeiträge. Dieser zweite Teil des Projekts ist sehr wesentlich: Die Schülerinnen und Schüler besinnen sich auf das Potenzial des Stadtteils und setzten sich aktiv mit diesem auseinander.

Über ihre Recherchen als Stadtteilreporter werden sie im Stadtteil mobil, bekommen Kontakt zur historischen Entwicklung des Stadtteils, lernen kulturelle und soziale Einrichtungen sowie bedeutungsvolle Personen kennen und erfahren etwas über das lokale Umfeld ihres Stadtteils.

Als Stadtteilreporter werden die Schülerinnen und Schüler zu örtlichen Experten, was die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil stärkt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten Stärken und Kompetenzen ihres Quartiers heraus und unterstützen das örtliche Bürgerengagement. Sie setzten sich in ihren Kontakten mit fremden Kulturen und Generationen auseinander, treten in neue Dialoge und erkunden so die Anziehungskraft des Hammer Nordens.

Bei der Erkundung des Stadtteils sowie der Durchführung und Umsetzung ihrer Ideen unterstützt sie eine der Schulsozialarbeiterinnen sowie ein Projektbegleiter. Zur Evaluation und damit die Schülerinnen und Schüler über die lange Projektlaufzeit „März-Oktober“ motiviert und engagiert bleiben, gibt es nach den Praxiseinsätzen immer wieder Treffen und Rücksprachen mit dem Projektbegleiter. Hierüber stellen wir sicher, dass zahlreiche und vielfältige Kontakte in den Stadtteil entstehen und begegnen frühzeitig möglichen Unsicherheiten.

 

Im 3. Teil des Projekts tragen die Stadtteilreporter ihre Ergebnisse zusammen, tauschen sich über ihre Erfahrungen aus, geben sich Feedback und bearbeiten ihre „Beiträge“ mit Hilfe des Projektbegleiters technisch nach.

Die entstandenen Stadtteilbeiträge werden in eine eigene Homepage eingepflegt, die während des Website-Workshops mit allen Schülerinnen und Schülern entstanden ist. Diese Homepage geht mit Einstellung der Stadtteilreporterbeiträge noch vor den Sommerferien online- eine Verlinkung mit der Stadtteilseite des Hammer Nordens wird angestrebt.

 

Im 4. Teil des Projekts wird in Zusammenarbeit mit der Presse für ein Online-Voting der Stadtteilreporterbeiträge geworben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können während der Sommerferien für die eingestellten Online-Beiträge voten. Die 12 beliebtesten Fotostrecken (Ergebnis des Online-Votings) werden dann nach den Sommerferien als Abschlussarbeit und mit Hilfe eines Layoutberaters zu einem „Stadtteilreporter erkunden Stärken vor Ort“ Kalender 2012 zusammen geführt. Über die Homepage und den Jahreskalender 2012 erreichen die Schülerinnen und Schüler eine Vernetzung von Projekten und lokalen Akteuren.

 

 

Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu sichern, qualifiziert sich die Schulsozialarbeiterin des Galilei-Gymnasiums ebenfalls über den Webdesign- Workshop, um die entstandene Homepage nach Projektabschluss weiter pflegen zu können.

Am 23. Juli 2011 wurde die Internetseite der Stadtteilreporter im Netz freigeschaltet, um allen Interessierten die Arbeit der "jungen" Reporter vorzustellen. 

Hier gelangen Sie auf die von den Schülern erstellte Webseite:  www.reporter-hamm.de

Die Berichterstattung des Westf. Anzeigers vom 23. Juli 2011 als pdf Datei.
Der Abschlussbericht liegt als pdf-Datei vor.