
Mädchengruppe Begleitung Übergang Grundschule – weiterführende Schule
Die Zielgruppe sind Mädchen aus dem Wohngebiet Schottschleife im Alter von 11 – 12 Jahren. Die Mädchen nehmen momentan noch an einer Mädchengruppe für Mädchen im Grundschulalter teil. Aus der bestehenden Altersstruktur wachsen sie jedoch spätestens bis dem Wechsel auf eine höhere Schulform hinaus. Die soziale und persönliche Entwicklung der Mädchen muss auf einem selbstständigerem Niveau gesichert werden.
Diese Mädchen zeichnet insbesondere aus, dass sie von ihren Eltern (auf Grund der eigenen Schwierigkeiten sich „zurechtzufinden“, sprachlich und psychisch) wenig bis gar nicht unterstützt werden (können), einige haben besondere gesundheitliche und psychische Schwierigkeiten.
Ziele sind:
- Mobilität und selbstständiges Bewegen im ÖPNV
- Fördern sozialer Kompetenzen
- Lösungsorientiertes Denken und Handeln
- Aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und den gegebenen Anforderungen.
- Selbstständiges Lernen und Leben ermöglichen
- Kennenlernen der Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebote vor Ort
- Unterstützung in schulischen Belangen
- Hilfe bei der Berufs- und Praktikumsfindung
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Bei der Planung sämtlicher Unternehmungen und beim Erstellen eines Regelkatalogs wird partizipatorisch gearbeitet. Die Teilnehmerinnen der Gruppe werden also vollständig involviert und entsprechend gefordert Eigeninitiative an den Tag zu legen.
Durchgeführt wird das Projekt von Honorarkräften welche Erfahrungen in der Mädchenarbeit mitbringen. Betreut werden das Projekt und die Honorarkräfte von einer Mitarbeiterin des Stadtteilbüros (Diplom-Pädagogin).
Mobilitätsförderung:
Zunächst werden vorab Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen vor Ort aufgelistet welche anschließend gemeinsam besucht werden sollen. Busfahrpläne, Stadtpläne, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und –bedingungen werden gemeinsam eroiert. In der Praxis werden diese Ziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad bzw. zu Fuß angesteuert. Möglichkeiten der Angebote können dann nach Erreichen praktisch kennengelernt und ausprobiert werden. Gutes Benehmen und Hilfsbereitschaft werden gleichzeitig bei sämtichen Unternehmungen geübt.
Später können auch Ausflüge Zielen außerhalb der Stadtgrenze geplant und durchgeführt werden. Eventuell auch eine mehrtägige Fahrt. Jedoch stets unter oben genannten Gesichtspunkten der Mobilitätsförderung.
Schulische Förderung und Berufsfindung:
Erfahrungsgemäß haben viele Kinder zunächst Probleme beim Wechsel auf die weiterführende Schule. Sowohl beim Mithalten des zu bewältigenden Schulstoffs also auch bei der Integration in das neue soziale Gefüge. Weitere Probleme zeigen sich bei der Praktikumswahl. Hierbei möchten wir im Rahmen dieser Gruppe den Mädchen die benötigte Unterstützung zukommen lassen. Üben vor Klassenarbeiten, Helfen bei schwierigen Hausaufgaben, Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz.
Die Nachhaltigkeit wird gesichert indem über den Projektzeitraum hinaus weiterhin Kontakt zu den Mädchen in Form einer regelmäßig stattfindenden Mädchengruppe bestehen bleibt. Im Rahmen der Möglichkeiten (finanziell und personell) werden Elemente aus dem Projekt fortgeführt und aufgefrischt.
Indikatoren
- selbstständiges Bewegen im ÖPNV (durch Abfrage/Fragebogen)
- gelungene Integration in die Sozialstruktur der neuen Schulen (nach Rücksprache mit Lehrern)
- selbstständige Nutzung der Kultur- und Freizeitangebote der Stadt Hamm (durch Abfrage/Fragebogen)
- Einhalten von Regeln innerhalb der Gruppe
- Konfliktverhalten und Konfliktregelung
- Verbessertes Sozialverhalten (nach Beurteilung Fachkräfte)
Alle Indikatoren werden durch das bestehende Controllingsystem Spiel- und Lernhilfe evaluiert.
Der 1. Zwischenbericht kann als pdf eingesehen werden.
Abschlussbericht zum Projekt.
