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Auszug aus dem Jahresbericht der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Caritasverbandes 2010

Projekt: Huckleberry Finn und Pippi Langstrumpf – jedes Kind im Blick

Das im Sozialraum Hammer Norden verankerte Projekt Huckleberry Finn und Pippi Langstrumpf ist auf eine Dauer von 4 Jahren angelegt. Zielsetzung ist, die Chancen der dort lebenden Kinder für eine positive psychosoziale Entwicklung und eine gute Bildung zu erhöhen, durch eine frühst mögliche Förderung der körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte  und Schaffung von optimalen Entwicklungsbedingungen.

Hierzu sollen:

  • die frühzeitige Erreichbarkeit von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Eltern, Kinder und Jugendliche durch Verortung im Sozialraum erhöht werden
  • die im Stadtteil vorhandenen Einrichtungen und pädagogischen Fachkräften bei der Früherkennung von vorliegenden Auffälligkeiten und Störungen in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sowie bei einem fördernden Umgang mit den Kindern unterstützt werden.
  • bedarfsorientiert einzelne pädagogisch-therapeutischer Angebote für Kinder durchgeführt werden sowie Angebote zur Einbeziehung, Unterstützung und Qualifizierung von Eltern in einem fördernden Umgang mit ihren Kindern entwickelt bzw. initiiert werden
  • Es sollen vorhandene Lücken in der Versorgung der dort lebenden Eltern, Kinder und Jugendlichen in enger Kooperation mit den im Sozialraum vorhandenen Einrichtungen ausfindig gemacht und geschlossen werden

Das Projekt ist konzipiert nach einem Baukasten- Modell mit verschiedenen Bausteinen/Modulen. Es beinhaltet Bausteine, die über die gesamte Projektdauer angeboten werden wie auch Module, die bedarfsorientiert entwickelt werden und zeitlich begrenzt sind. Hierdurch soll zum einen Kontinuität aber auch die erforderliche Flexibilität, um auf deutlich werdende Bedarfe reagieren zu können, gewährleistet werden. Im Rahmen einer Basisfunktion wird über die gesamte Laufzeit die Eingebundenheit in die Netzwerkstrukturen des Hammer Nordens sichergestellt und der Kontakt/Austausch/Abstimmung mit den Einrichtungen und Gremien des Stadtteils erfolgen.

Im Rahmen des präventiven sozialraumorientierten Projektes im Hammer Norden fanden in 2010 statt:

  • Aktivitäten zur persönlichen Vorstellung, Abstimmung, Austausch und Verankerung der geplanten Projekt-Bausteinen mit den bestehenden Gremien und Einrichtungen im Hammer Norden aus dem Bereichen Schule, Kindertageseinrichtungen, erzieherischen Hilfen, Stadtteilbüro                                                                     
  • die Entwicklung einer tragfähigen Kommunikations- und Abstimmungsstrukturstruktur mit den Gremien und Einrichtungen
  • Die Erhebung der ungedeckten Bedarfe der im Stadtteil lebenden Kindern und ihren Familien in Bezug auf frühzeitige Hilfe und Unterstützung, Förderung und Beratung
  • Aufbau der Kooperation mit den am Familienzentrum Hamm Norden beteiligten 6 Kindertageseinrichtungen und Initiierung/ Etablierung von nieder -schwelligen Beratungsangeboten vor Ort für Familien und Fachkräften in den Familienzentren
  • Aufbau der Kooperation mit den Grundschulen im Hammer Norden und Initiierung und Etablierung von Angeboten zur frühzeitigen Erkennung und Unterstützung von Kindern mit vorliegenden Lese/Rechtschreib- und Rechenproblemen in den Grundschulen, sowie die Durchführung eines zeitlich begrenzten Angebotes zu obigen Problembereich in der Karlschule.

Neben der Teilnahme an den verschiedenen Gremien und Arbeitsgemeinschaften des Stadtteils und der Kooperation mit den im Stadtteil vorhandenen Einrichtungen sind die Aktivitäten in 2010 zwei Bereichen zuzuordnen: dem Baustein „Familienzentrum“ und dem Baustein „Schule“.

Baustein Familienzentrum:

Es wurde eine regelmäßig stattfindende Offene Sprechstunden in 5 der am Familienzentrum Hamm Norden beteiligten Kindertageseinrichtungen aufgebaut, zusätzlich eine bedarfsorientierte Sprechstunde an der weiteren Kindertageseinrichtung.

2010 wurden bereits insgesamt 36 Sprechstunden-Termine durchgeführt.

Neben obigem wurde damit begonnen fachliche Inputs für die Fachkräfte zu geben, um weitere Einblicke in die Diagnostik und Förderung von Kindern mit Risiken in der Entwicklung zu ermöglichen.

Baustein Schule

Karlschule:

  • Fachliche Inputs für Lehrer zum Thema LRS und Dyskalkulie
  • Begleitung der Lehrkräfte im Rahmen zweier Fördergruppen (Mathematik, Deutsch)
  • Unterstützung von Lese/Rechtschreib- und Rechenschwachen Schülern im Rahmen der Fördergruppe

Ludgerischule:

  • Fachliche Inputs für Lehrkräfte zu den Themen der Lese/Rechtschreibproblematik und Dyskalkulie ergänzt durch Einzelberatungen der Lehrer
  • Vorstellung des Projektes und Information zum Thema Lernschwäche im Rahmen des Elterncafes
  • Offene Sprechstunde für Lehrer und Eltern sind bedarfsorientiert durchgeführt (Erstkontakten mit Eltern und der damit verbundenen Beratung der Fachkräfte )
  • Fördergruppe für Kinder mit Rechenproblemen einmal wöchentlich

Johannesschule:

  • Teilnahme und Vorstellung bei der Lehrerkonferenz
  • Offene Sprechstunde ab Dezember 2010

Testdiagnostische Untersuchungen wurden im Rahmen des Projektes durchgeführt.