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Was haben Pippi Langstrumpf und Huckleberry Finn gemeinsam?

Beide haben keine Eltern, die sie liebevoll umsorgen. Doch statt traurig und hilflos sind sie uns glücklich und lebensfroh in Erinnerung.

Glücklicherweise haben die meisten Kinder Eltern, die sie liebevoll umsorgen. Und bei aller Liebe gibt es eben auch Herausforderungen des Alltags. Viele Kinder leben bei einem Elternteil. Es bleibt oft wenig Zeit für die Eltern für sich selbst zu sorgen. Evtl. fordern weitere Geschwisterkinder Zuwendung. Als Eltern (-teil) kann man sich nun einmal nicht zerteilen! Manchmal nehmen die Sorgen in der Familie überhand.

Trotz widriger Umstände wagen es Pippi und Huck nach Glück und Freiheit zu streben. Sie lassen sich nicht zähmen, sind oft wild, dabei mutig und stark. Auf ihrem Weg haben sie treue Begleiter, die zu ihnen stehen auch wenn diese so manches Mal auf die Probe gestellt werden….

Kinder lieben ihre Eltern als Lebensbegleiter und sie wünschen sich Zutrauen in ihre eigenen gesunden Kräfte. Um dies den Kindern geben zu können, ist es notwendig, dass sich Eltern selber etwas zutrauen! Das Einüben in Gelassenheit und einer guten Portion Standhaftigkeit, lässt das seelische, körperliche und geistige Wachstum auch unter Belastungen zu, um so zu erstarken wie unsere Romanhelden.
Auch im wahren Leben gibt es Menschen, denen das Leben nicht immer die besten Karten zugespielt hat und sie trotzdem daran nicht zerbrechen. Manche Kinder haben Probleme beim Lernen, die nichts damit zu tun haben, dass Kinder faul oder dumm sind oder, dass deren Eltern versagen. Sie haben Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben oder Rechnen und benötigen eine besondere Unterstützung oder Förderung. Oftmals beobachten die Eltern oder Lehrer, dass die Kinder mühevoll den Lernstoff aufnehmen wollen, jedoch dabei keinen Erfolg haben.
Unter Umständen geben dann alle Beteiligte mutlos auf. Während Pippi Langstrumpf bei der „Plutimikation“ kapituliert und der Schule den Rücken zukehrt, hoffen wir doch bei den Kindern heute auf positivere Schulerfahrungen. Dafür sind die Kinder aber darauf angewiesen, dass ihre Schwierigkeiten schnell erkannt werden und so die notwendigen Hilfen eingeleitet werden können. Ohne Unterstützung kann sich aus  anfänglichen Problemen beim Lernen im ungünstigsten Fall eine Schulangst oder Schulversagen entwickeln.

Um Schwierigkeiten im Lernen und in der Entwicklung der Kinder frühzeitig aufzufangen, ist eine Zusammenarbeit mit den Eltern, Erziehern und Lehrern bedeutsam.

Für uns Menschen gilt, insbesondere für unsere Kinder, dass durch schöpferisches Handeln, Spiel und menschlicher Austausch, die Fähigkeit wächst, Zusammenhänge des Lebens zu verstehen, die Überzeugung das eigene Leben in die Hand nehmen zu können und der Glaube, dass unser Leben einen Sinn hat. Wir können diese Fähigkeiten, die uns innerlich zusammenhalten und stärken, jederzeit aufbauen - mit einer sinnvollen Aufgabe, einer tiefgehenden Partnerschaft oder einer guten Freundschaft, wie die zwischen Huckleberry Finn und Tom oder zwischen Pippi Langstrumpf, Tommy und Annika.

Übrigens sind die besagten Bücher von Astrid Lindgren und Mark Twain auch ein heißer Tipp zum Lesen und Vorlesen.

Friederike Sell und Katharina Suppe