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Mädchen zeigen Stärke - von der körperlichen zur geistig-seelischen Begegnung mit sich und anderen

Dieses ist ein Projekt, das die in es gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte. 10-15 Mädchen, die zum Teil besonders zurückhaltend und zum Teil eher aggressiv reagierten, sollten sich über das Erleben von Nähe und Distanz sowie von Selbsterfahrungselementen Selbstbewusstsein, Toleranz, Nachsicht und empathischen Fähigkeiten weiter entwickeln. Auch mit ihren Müttern sollte gearbeitet werden.

Doch schon bei der Zusammenstellung der Gruppe ergaben sich Probleme. Ursprünglich sollten aus drei Schulen jeweils fünf Mädchen für die Gruppe vorgeschlagen werden. Aber nur zwei Schulen benannten Teilnehmerinnen. Es erwies sich dann in mehrfacher Hinsicht unerwartet schwierig, mit verschiedenen Schulen zu arbeiten. Einerseits war es außerordentlich schwierig, einen Termin zu finden, der mit den Stundenplänen beider Schulen zu vereinbaren war. Außerdem gab es zwischen den Mädchen der jeweiligen Schulen große Vorbehalte. Einige Mädchen waren mit dem Hinweis, ein Anti-Aggressions-Training machen zu sollen, für die Gruppe benannt worden. So ergab sich eine Konstellation, in der sich bei sehr unterschiedlichen Erwartungen und Vorbehaltenen zwischen den Teilnehmerinnen das ursprünglichen Konzept nicht durchführen ließ. Es mussten zunächst einige Blockaden aufgelöst und die Gruppenbildung bearbeitet werden. Die Akzeptanz und Wertschätzung der Teilnehmerinnen untereinander und der Projektinhalte hat nach und nach zugenommen. Schließlich sahen sich die Mädchen darin bestätigt, ihre Interessen vertreten und über persönliche Schwierigkeiten gesprochen zu haben. Sie erlebten eine Verbesserung ihrer eigenen Toleranz gegenüber anderen. Sie bewerteten ihre Kommunikationsfähigkeit und ihr Durchhaltevermögen am Ende des Projektes positiv. So konnten wenigstens einige gute Entwicklungen eingeleitet werden, auch wenn das anspruchsvolle Konzept des Projektes nicht realisiert werden konnte.