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Förderung von Medien- und Schlüsselkompetenz durch Mediatorenausbildung für Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen

Veranstalter

Förderkreis Bildung und Integration e.V.
in Kooperation mit der VHS der Stadt Hamm, der Karlschule und, dem Amt für Soziale Integration

Förderzeitraum

16.07.2007 bis 30.06.2008

Ziele und Zielgruppe

Durch eine Mediatorenausbildung sollte eine Gruppe von Jugendlichen der zehnten Klasse z.T. mit Migrationshintergrund ihre Medien- und Schlüsselkompetenzen stärken, um dadurch ihre beruflichen Integrationschancen zu verbessern. Das Mikroprojekt knüpft an seinen Vorläufer "Stärkung der Sozialen und der Medien-Kompetenz von Schülern im Umgang mit Senioren – Internetcafe" in der vierten Förderperiode an; diesmal jedoch wurden die Jugendlichen noch selbständiger eingesetzt und es wurde eine nachhaltige Struktur angelegt.

Verlauf

In einem Blockseminar erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Grundausbildung mit Zertifizierung nach XPERT. Dazu wurden sie u.a. mit einem Rhetorik- und Präsentationstraining auf ihre "Dozenten-Tätigkeit" nicht nur für die älteren Computeranfänger, sondern auch für ihre Nachfolger in der Mediatorenarbeit vorbereitet. Doch bevor es an die Lehrtätigkeit ging, erstellten die Zehntklässler zunächst entsprechende Trainingsunterlagen.

Anschließend erarbeiteten sie mit ihren Senioren-Schülerinnen und -Schülern im Internetcafé grundlegende Computerkenntnisse und trainierten parallel dazu mit einer Gruppe gleichaltriger Kollegen, um diese bereits auf ihren Mediatorenaufgaben im nächsten Schuljahr vorzubereiten.

Ergebnis

Hochmotiviert nach erfolgreich bestandener XPERT-Prüfung erstellten die Jugendlichen eine Trainings-CD. Bei ihrer Präsentation vor ausgewählten Seniorinnen und Senioren ernteten die Schülerinnen und Schüler dafür viel Lob. Auch ihre Lehrtätigkeit kam bei den im Umgang mit dem PC unerfahrenen Älteren gut an, denn die Jüngeren gingen geduldig auf die vielen Fragen und Probleme ein und erklärten die Zusammenhänge.

Dieses wohlwollende Feedback wirkte sich positiv auf das Selbstwertgefühl und auf die Sozialkompetenz der Jugendlichen aus. Dabei haben sie gelernt, Verantwortung zu übernehmen, da von ihrer Präsenz ihre Akzeptanz durch die Senioren abhing. Dadurch, dass von ihnen ein hohes Maß an Selbständigkeit und Selbstdisziplin erwartet wurde, konnten sie ihre Team- und Leistungsfähigkeit verbessern.
Schülerinnen und Schüler sowie die Seniorinnen und Senioren zeigten nach dem Ende dieses intergenerativen Mikroprojektes weiteres Interesse an einer Fortführung. Bis zum Ende der Förderperiode stand während die Träger, die Karlschule, die Volkshochschule und das Amt für Soziale Integration noch nicht feststand, ob und in welcher Form dieses nachhaltig fortführt werden kann.

Ansprechpartner(in)
Karl-Heinz Rohde
Förderkreis Bildung und Integration e.V.
Fährenbruch 2a
59071 Hamm

Tel.: 02388/800831
Mail: los(at)fkbi.de