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Berufliche Orientierung und Aufbau von Selbstbewusstsein durch eine Maßnahme der Arbeitserprobung

Veranstalter

Friedrich-Wilhelm-Stift gGmbH
in Kooperation mit der Ludgerischule und dem Kommunalen Job-Center

Förderzeitraum

01.08.2007 bis 30.06.2008

Ziele und Zielgruppe

In Hamm gibt es ein flächendeckendes Angebot an Grundschulen als Offene Ganztagsschule. Auch an der Ludgerischule in Hamm-Norden haben die Schülerinnen und Schüler täglich die Möglichkeit, ein Mittagessen zu bekommen.

Durch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einer langzeitarbeitslosen Migrantin sollten nicht nur deren persönliche wie berufliche Kompetenzen für eine spätere berufliche Eingliederung gestärkt, sondern auch die Akzeptanz des Mittagstisches bei Migrantinnen und Migranten erhöht werden.

Für die junge Frau ging es nicht in erster Linie um die Aneignung von Fertigkeiten und Kenntnissen, sondern sie sollte vielmehr ermutigt werden, sich in beruflichen Situationen selbstbewusster darzustellen.

Verlauf

Eingebunden in das Netz der Übermittagbetreuung lernte die 25-Jährige die ganze Bandbreite hauswirtschaftlicher Tätigkeiten rund um die Vorbereitung und die Essensausgabe selbst, die Beaufsichtigung bzw. Betreuung der Schülerinnen und Schüler während der Mahlzeiten und die entsprechende Nachbereitung kennen. Dabei wurde sie von den hier beschäftigten hauswirtschaftlichen und pädagogischen Fachkräften unterstützt.

Ergebnis

Bereitwillig entwickelten die am Mikroprojekt Beteiligten gemeinsam Arbeitsformen, bei denen die junge Frau ihre Kompetenzen schrittweise ausweitete. Nach und nach verschwand ihre anfängliche Scheu und sie identifizierte sich stark mit dem Mikroprojekt. Zuverlässig übernahm sie die ihr gestellten Aufgaben und unterstützte die Mitarbeiter gut in ihren Arbeitsabläufen. Der überschaubare Arbeitsbereich mit klaren Aufträgen wirkte sich positiv auf die Selbstsicherheit der 25-Jährigen aus.

Dieses eher kleine Mikoprojekt zeigte positive Auswirkungen für viele Beteiligte: Nicht nur die Teilnehmerin erhielt ein direktes positives Feedback von den Kindern, sondern die Zahl der am Mittagstisch teilnehmenden Kinder stieg kontinuierlich deutlich zu.

Die Mitarbeit der Frau mit Migrationshintergrund wirkte sich offensichtlich positiv auf die Akzeptanz des Mittagstisches bei Migranten-Familien aus, so dass die Teilnehmerin im Anschluss an das Mikroprojekt mit Unterstützung über eine Maßnahme des Kommunalen JobCenters Hamm befristet eingestellt werden konnte.

Ansprechpartner(in)
Rolf Öhlmann
Friedrich-Wilhelm-Stift gGmbH
Sorauer Straße 21
59065 Hamm

Tel.: 02381/307120
Mail: fws-ggmbh(at)helimail.de