Logo HAMM-NORDEN

Kompetenzfeststellungsverfahren - Klärung und Förderung beruflicher Fähigkeiten schulmüder Jugendlicher

Veranstalter

Jugendarbeit Hamm Norden e.V.

Förderzeitraum

1. Mai bis 30. Juni 2007

Ziele und Zielgruppe

Durch dieses Kompetenzfeststellungsverfahren sollen die Schülerinnen und Schüler der neuen Klasse „9s“ im Schuljahr 2007/08 an der Karlschule (Hauptschule) vor allem in ihrer beruflichen Orientierung unterstützt werden. Bereits in den Vorjahren wurden im Rahmen des Kompetenzfeststellungsprojekts mit der jeweiligen Schulmüden-Klasse verschiedene Verfahren eingesetzt wie etwa das DIA-TRAIN-Verfahren, um mit den Jugendlichen ihre sozialen, kreativen und handwerklichen Kompetenzen zu ermitteln. Natürlich lag auch diesmal der Fokus auf der Ermittlung dieser Fähigkeiten insbesondere auf soziale (Schlüssel-) Kompetenzen, jedoch bildete in diesem Jahr die Entstehung eines Klassengemeinschaftsgefühls einen neuen Schwerpunkt. Jährlich finden sich in dieser Klasse Schulmüde aller Hammer Hauptschulen zusammen, so dass hier eine vollkommen neue Gruppenzusammensetzung entsteht. Gleichzeitig sollen frühzeitig in Zusammenarbeit mit der Interessen- und Werbegemeinschaft Hamm Norden (IWN) Kontakte zu den im Stadtteil ansässigen Kaufleuten und Betrieben geknüpft werden, um so die Chancen auf eine Vermittlung z.B. in Praktika zu verbessern.

Da viele dieser Jugendlichen weder berufliche Perspektiven haben noch ihre persönlichen Stärken und Schwächen kennen, sind sie oftmals demotiviert und vertrauen kaum auf eigene Fähigkeiten. Aufgrund ihrer besonderen sozialen sowie individuell benachteiligten Lebenssituation bedürfen alle Jugendlichen einer intensiven Unterstützung.

Verlauf

Während des sechstägigen Kompetenzfeststellungsverfahrens bearbeiteten die Jugendlichen Aufträge aus verschiedenen, für den Beruf wesentlichen Bereichen und werteten diese aus. Darüber hinaus erhielten sie durch die Arbeit an den Aufträgen und den darauf folgenden Rückmeldungen der Mitarbeitenden eine realistische Wahrnehmung ihrer beruflichen Fähigkeiten.

Hierzu wurden im Vorfeld spezielle Übungen zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls, aber auch der Sensibilisierung des Sprachgebrauchs, des Selbstbewusstseins sowie der Kreativität entwickelt bzw. angepasst.

Ergebnis

Hoch motiviert beteiligten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv am kompletten Mikroprojekt, arbeiteten länger als nötig und waren zu einer weiteren Kooperation bereit. Es hat den Schülerinnen und Schülern Spaß gemacht, die verschiedenen Übungen gemeinsam in wechselnden Kleingruppen und in Einzelarbeit durchzuführen. So entstand schnell ein spürbares Zusammengehörigkeitsgefühl und die Jugendlichen erweiterten ihre Selbständigkeit sowie ihr Reflexionsvermögen.

In regelmäßigen vertiefenden Gesprächen und mit zahlreichen Übungen arbeiteten sie an ihrem Sozialverhalten. Insgesamt zeigten sie sich sehr einsichtig bezüglich ihrer Verhaltensweisen.

Der gut strukturierte Programmablauf mit unterschiedlichen Übungen, die auf das Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmern stießen und bei denen sie ihre unterschiedlichen Fähigkeiten aufzeigen konnten, motivierte die Jugendlichen besonders. Ihnen hat es Spaß gemacht, sich bei der Teamarbeit oder auf spielerische Weise kennen zu lernen und eigene Stärken und Schwächen zu entdecken.

Im Abschlussgespräch formulierten alle Schülerinnen und Schüler ihre beruflichen Interessen klar und deutlich im Hinblick auf ein Praktikum und auf die spätere Berufswahl. Zudem fanden sie es aufschlussreich, ein Bild über ihre Fähigkeiten sowie ihren individuellen Förderbedarf aufgezeigt zu bekommen. Dieser Bericht basiert auf den Beobachtungen, die während des Verfahrens über jede Schülerin und jeden Schüler bei allen Übungen gemacht wurden. Eine mündliche Rückmeldung über die Stärken jedes Einzelnen sowie seinen Förderbedarf erhielten die Jugendlichen bereits am letzten Mikroprojekttag in Einzelgesprächen; in schriftlicher Form wird er ihnen zu Beginn des neuen Schuljahres 2007/08 überreicht.

Eine Einbeziehung der IWN in dieses Mikroprojekt, um Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Kaufleuten und der Wirtschaft herzustellen, konnte in diesem Jahr nicht weiter verfolgt werden. Ein verstärkter Ausbau dieser Kooperation wird aber ab dem neuen Schuljahr 2007/08 angestrebt.

Ansprechpartner(in)
Kerstin Knuth, Holger Schillack, Anika Pöpsel
Jugendarbeit Hamm Norden e.V.
Insterburger Str. 4
59065 Hamm
          
Mail: jugendarbeit-hamm-norden(at)web.de
Web: www.jugendarbeit-hamm-norden.de