Logo HAMM-NORDEN

Stärkung einer prekären Existenzgründung und Schaffung von Arbeitsplätzen in einer Pizzeria

Veranstalter

Aptullah Kanik

Förderzeitraum

1. Januar bis 30. Juni 2006

Ziele und Zielgruppe

Der Imbissbetrieb „Samatha - Bistro-Döner-Pizzeria“ ist stark existenzgefährdet, da der Ertrag nicht die Kosten der Lebenshaltung des Unternehmers und seiner Familie deckt. Der große Konkurrenzdruck durch attraktive Lokalitäten im Umfeld, die Betreuungssituation der zwei- und dreijährigen Kinder und Defizite im Marketing erschweren die Situation.

Mit diesem Mikroprojekt soll eine Stabilisierung des Betriebes zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit der Familie Kanik und die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten und Arbeitsplätzen erreicht werden.

Mit der Verbesserung der Kinderbetreuungssituation und damit einer Stärkung der Mutter in der Rolle als Unternehmerin soll ein positives Beispiel für eine partnerschaftliche Führung eines Familienbetriebes geschaffen werden. Durch ihre aktive Rolle lebt Frau Kanik für andere Teilnehmer der Maßnahme ein positives Frauenbild von einer engagierten Unternehmerin vor. Damit werden die geschlechtsstereotypen Vorstellungen des Teilnehmers irritiert.

Gleichzeitig soll sie mit ihrer aktiven Beteiligung in der AG Nordener Vereine ein positives Bild der Frau als Unternehmerin mit Migrationshintergrund schaffen, denn diese Rolle ist nicht selbstverständlich, wenn die Unternehmer bzw. deren Angestellte aus der Türkei stammen. Dies betrifft sowohl das Rollenverständnis des Mannes als auch der Frau.

Verlauf

Als Verstärkung ihres Teams stellte Familie Kanik einen 19-jährigen Schüler aus dem Berufsgrundschuljahr als Hilfskraft auf Minijob-Basis ein. Für ihn wurde ein Berufsentwicklungsplan von der Ausbildung bis hin zur Weiterarbeit als angelernte Kraft erstellt. Zudem wurden weitere Praktikumsplätze und eine befristete Stelle für eine Tagesmutter eingerichtet. Eine Consulting-Firma erarbeitete mit dem Unternehmerpaar ein Marketingkonzept und setzte dies um.

Ergebnis

Bezogen auf das Bistro hat sich der Betrieb als unwirtschaftlich herausgestellt. Gründe hierfür sind trotz einer attraktiven Ausstattung und des großen Engagements der Inhaber vermutlich die ungünstige Lage, das soziale Umfeld und die mangelnde Wirkung der Marketingmaßnahmen. Entsprechend stellte Familie Kanik den Betrieb vor Ablauf des Mikroprojektes ein.

Durch die Vermittlung des Fallmanagers vom Kommunalen JobCenter ging es noch vor Ablauf des Förderjahres für den Teilnehmer weiter mit einer Maßnahme. Für die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten Perspektiven außerhalb des Betriebes entwickelt, aber keine Arbeitsplätze erreicht werden. Dennoch sah er in dem Mikroprojekt eine gute Erfahrung, die für einen gewissen Abschnitt zu seiner Entwicklung beigetragen hat.

Trotz großer Frustration durch ihren Misserfolg will Familie Kanik einen neuen Versuch in einem Umfeld mit besseren Ausgangsbedingungen außerhalb des Hammer Nordens unternehmen.

Ansprechpartner(in)
Aptullah Kanik
Pizzeria Samantha
Bockumer Weg 43
59065 Hamm

Tel.: 02381/8762121