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Existenzgründungsaufbau im Bereich Haushaltsauflösungen, Entsorgung Altfahrzeuge, An- und Verkauf

Veranstalter

Roberto Petrowa

Förderzeitraum

1. September 2005 bis 30. Juni 2006

Ziele und Zielgruppe

Familie Petrowa ist eine von rund zweihundert Hammer Sinti-Familien. Im letzten Jahr hat sich Roberto Petrowa im Bereich Haushaltsauflösungen, Entsorgung von Altfahrzeugen und An- und Verkauf selbständig gemacht. Mit einem entsprechenden Mikroprojekt im Rahmen des Programms "Lokales Kapital für soziale Zwecke" wurde seine Existenzgründung unterstützt. Seine eigenen Bemühungen wurden damals durch die Ablehnung der von ihm beantragten Ich-AG nicht erleichtert.

Das Mikroprojekt trägt zur gesellschaftlichen Integration der gesamten Familie bei. Mit einer erfolgreichen Existenzgründung wird die Basis geschaffen für eine Gleichstellung in den verschiedenen sozialen und kulturellen Bereichen.

Mit diesem Mikroprojekt soll dem Existenzgründer weiterhin die Hilfe durch die Steuer- und Unternehmensberatung ermöglicht werden. Darüber hinaus sollen anteilig die Mietkosten für eine Lagerhalle und ein Personalkostenzuschuss für eine zusätzliche Aushilfskraft gezahlt werden.

Verlauf

Um Petrowas Gewinnspanne beim Verkauf der gesammelten Altmetalle zu erhöhen, war deren Zwischenlagerung in Anbetracht ständig schwankender Schrottpreise für wirtschaftlich notwendig. Auch war es nicht immer sofort möglich, die Möbel aus einer Haushaltsauflösung weiterzuverkaufen. Daher mietete der Unternehmer eine Lagerhalle an. Zuversichtlich hatte er eine Aushilfskraft eingestellt, die ihn etwa bei Haushaltsauflösungen tatkräftig unterstützte.

Ergebnis

Die Umsatzerwartungen des Unternehmers erwiesen sich als zu optimistisch. Ohne die entsprechende wirtschaftliche Basis konnte Roberto Petrowa nicht dauerhaft einen zusätzlichen Arbeitsplatz einrichten.

Obwohl es nicht gelang, einen nachvollziehbaren Wirtschaftsplan inklusiver einer Bilanz aufzustellen, wie er die Kosten für Hallenmiete und Sozialversicherungen über den Förderzeitraum hinaus selbst bestreiten könnte, wurden die Zahlungen dennoch geleistet.

Am Ende des Förderzeitraums war er selbstständig und unabhängig von Transferleistungen. Anders als anderen Angehörigen der Sinti-Gruppe waren ihm die normalen betriebswirtschaftlichen Standards nicht zu vermitteln. Anstatt planungsvoll für die Zukunft vorzusorgen und Rücklagen für notwendige Neuinvestitionen zu bilden, kehrte Petrowa zu seiner bewährten Wirtschaftsweise mit kurzfristiger Sicht für sich und seine Familie zurück. Seine Unabhängigkeit hatte dabei hohe Priorität. Im Gegensatz zu der Zeit vor der Förderung nutzte er dennoch das System der Sozialversicherung.

Ansprechpartner(in)
Roberto Petrowa
Großer Sandweg 20
59065 Hamm

Tel.: 0171/6414921
Mail: k.koeller(at)stadtteilbuero-hamm-norden.de
Web: www.hammer-norden.de