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Berufliche Orientierung und Computerqualifizierung für Schulabgängerinnen und Schulabgänger durch ein Stadtteilgeschichtsprojekt

Veranstalter

Förderkreis Bildung und Integration e.V.

Förderzeitraum

1. Oktober 2005 bis 30. Juni 2006

Ziele und Zielgruppe

In diesem Projekt sollen Schülerinnen und Schüler der Karlschule Hamm-Norden, einer Hauptschule, und Seniorinnen des Geschichtskreises, die Nordener Schaufel, gemeinsam die von den Seniorinnen und Senioren erlebte Stadtteilgeschichte für das Internet aufbereiten. Viele der Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund.

Die Verbesserung von Computerkenntnissen, das Erlernen sozialer Kompetenzen sowie die Aufbereitung von Themen wie Veränderungen von Anforderungen bzw. Gegebenheiten der Berufswelt im Wandel der Zeit sollen die beruflichen Integrationschancen erhöhen.

Darüber hinaus sollen die regelmäßigen Kontakte der Generationen beiden Seiten helfen, mögliche Berührungsängste abzubauen und den Dialog zwischen den Generationen anzuregen. Die Auseinandersetzung mit den historischen Situationen anderer Menschen kann zur Veränderung der Haltung der Jugendlichen zur Berufsfindung beitragen.

Verlauf

Regelmäßig trafen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Seniorinnen zu Interviews, die auf Grundlage vorher erarbeiteter Fragebögen durchgeführt wurden. Die Jugendlichen erfuhren dabei Historisches aus Schule, Beruf oder Alltag. Die Ergebnisse werteten die Beteiligten aus. In Zusammenarbeit mit einem Journalisten entstand daraus ein Text. Bei weiteren Treffen suchten die Teilnehmer gemeinsam passende Fotos aus den Alben der Seniorinnen aus und die das Erlebte noch besser verdeutlichen sollten.

Die Ergebnisse der ausgewerteten Interviews wurden als Internetpräsentation in das Netz eingestellt.

Ergebnis

Gemeinsam haben Jung und Alt die erlebte Geschichte aufbereitet und die informativen und interessanten Texte themenbezogen ins Internet auf den Seiten des Hammer Nordens gestellt. Neben den erarbeiteten Texten dokumentieren entsprechende Fotos die Themengebiete. Hier einige Beispiele:

Die vollständige Dokumentation finden Sie hier …

Im Mikroprojekt konnten die Schülerinnen und Schüler ihre in der letzten Förderperiode erworbenen Computerkenntnisse unter konkreter Aufgabenstellung in der Praxis anwenden und waren stolz auf die mit den Seniorinnen erarbeitete Dokumentation.

Durch die modulare Ausrichtung des Mikroprojektes mit Computerschulung, den Interviews und deren Aufarbeitung sowie dem Erstellen der Präsentation fand eine intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit und ein Austausch mit intensiven Dialogen zwischen Jung und Alt statt. Insbesondere den Schülerinnen wurde beispielsweise die Wichtigkeit von Eigenständigkeit und Selbstständigkeit bewusst – etwa durch anschauliche Erzählungen der Trümmerfrauen in der Nachkriegszeit.

Dadurch erhielten nicht nur die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund eine neue Sicht über die veränderten Anforderungen bzw. Gegebenheiten der Berufswelt oder den Wandel des Frauenbildes, sondern den Seniorinnen wurde mehr Verständnis für die heutigen Probleme der Jugendlichen und die interkulturellen Sichtweisen in diesen Bereichen vermittelt.

Die Resonanz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sehr positiv. Neben einer deutlichen Erhöhung der Computerkompetenz konnte durch die Interviews und die begleitenden persönlichen Gespräche mit den älteren Teilnehmerinnen ein Prozess des Nach- und Umdenkens bei den Jugendlichen im Hinblick auf die persönliche Lebenssituation und berufliche Zukunft festgestellt werden. Darüber hinaus unterstützen die Jugendlichen die Seniorinnen weiterhin in zielgruppengerechten Computerkursen.

Ansprechpartner(in)
Karl-Heinz Rohde, 1. Vorsitzender
Förderkreis Bildung und Integration e.V.
Fährenbruch 2a
59071 Hamm

Tel.: 02388/800831
Mail: khrohde(at)fbki.de
Web: www.hammer-norden.de