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Kreativ-Projekt Verschönerung Katzenkuhle

Veranstalter

Arbeiter-Samariter-Bund e. V.

Förderzeitraum

1. November 2004 bis 30. Juni 2005

Ziele und Zielgruppe

Das Mikroprojekt wird mit fünf arbeitslosen Jugendlichen durchgeführt. Ein Aspekt ist die Verschönerung des Bürgerparks Katzenkuhle, der andere ist die berufsbezogene Diagnostik und Orientierung der Jugendlichen sowie die Vermittlung handwerklicher Fachkompetenzen durch die Mitarbeiter.

Verlauf

Mit den Jugendlichen wurden aus  Baumstämmen bespielbare Holzskulpturen gebaut. Zunächst wurden die Rohlinge für Rennboot, Rennauto, Fabeltier und Kanu mit der Motorsäge vorbereitet. In weiteren Arbeitsschritten wurde die Rinde entfernt und die Oberflächen der Werkstücke mit dem Winkelschleifer und Schleifpapier bearbeitet. Fanden diese Arbeitsgänge noch "open-air" an der Sorauer Straße statt, so erfolgten weitere Arbeiten wie Abschleifen, Grundieren und Lackieren in den Räumen der Caritas-Jugendwerkstatt.

Bei der Gestaltung der Werkstücke wurden sowohl die natürlichen Formen der Bäume aufgegriffen als den gestalterischen Vorstellungen der Jugendlichen Rechnung getragen.

Bereits bei der Vorbereitung der Rohlinge achteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf, dass die Skulpturen auch als kindgerechte Spielgeräte nutzbar waren. So wurden etwa Ecken und Kanten gerundet.
Neben der Vermittlung handwerklicher Kenntnisse wurden die Jugendlichen während des Mikroprojektes gezielt begleitet.

Gespräche sollten sie dabei unterstützen, ihre individuellen Vermittlungshemmnisse zu erkennen, gezielt abzubauen und so den Weg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Ergebnis

Am 19. Mai stellten die Jugendlichen drei der fertig gestellten Skulpturen im Bürgerpark an der Katzenkuhle auf. Diese wurden sogleich von Kindern aus der benachbarten Kindertagestätte auf ihren praktischen Nutzen hin überprüft. Die Jugendlichen zeigten sich mit dem Ergebnis ihrer Arbeit und der Teilnahme am Mikroprojekt zufrieden.
Problemlos folgten sie dem strukturierten Tagesablauf.

Motiviert durch die Arbeit mit dem Material Holz und den erfolgreichen Umgang mit den Werkzeugen waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stets pünktlich und zuverlässig. Besonders das Aufstellen der von ihnen angefertigten Holzspielzeuge im öffentlichen Raum erfüllte sie mit Stolz, weil sie dadurch ihren Beitrag zur Verbesserung ihres Stadtteils leisten konnten.

Wenn auch durch Umorganisation von Verwaltungsstrukturen auf kommunaler Ebene nicht jedem der Jugendlichen direkt im Anschluss an das Projekt ein Ausbildungsplatz bzw. eine Arbeitstelle vermittelt werden konnte, konnten sie zumindest erste Erfahrungen im Umgang mit Holz sowie neue Anregungen für eine berufliche Orientierung sammeln.

Besonders positiv empfanden es die Jugendlichen, nicht als Teilnehmerin oder Teilnehmer einer Maßnahme der Jugendberufshilfe im klassischen Sinne, sondern als Teammitglied behandelt zu werden und verantwortungsvoll große Handlungs- und Planungsfreiheiten im Rahmen der Projektumsetzung zu haben.

Ansprechpartner(in)
Uwe Klaus
Arbeiter-Samariter-Bund
Ortsgruppe Hamm e. V.
Hafenstr. 85
59067 Hamm

Peter Meyer, Fachanleiter
Helge Mersmann, Sozialpädagoge

Tel.: 02381/942400
Mail: klaus(at)asbhamm.de
Web: www.asbhamm.de