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Gestaltung der Tribünenanlage des SVA Bockum-Hövel mit Jugendlichen

Veranstalter

SVA Bockum-Hövel

Förderzeitraum

1. Februar bis 30. Juni 2005

Ziele und Zielgruppe

Die Idee zu diesem Mirkoprojekt entstand aus dem Bedürfnis heraus, Orte zu schaffen, an denen sich Jugendliche sowie ältere Bewohnerinnen und Bewohner gleichermaßen wohl fühlen, und somit dem allgemeinen Vandalismus entgegenzusteuern.
Eher hässlich sind die unerwünschten Grafitti an den Wänden der Tribüne des Sportplatzes des SVA Bockum-Hövel. Mit dem Ziel, jugendkulturelle Akzente mit gestalteten Grafitti zu setzen und dabei die Zusammenarbeit der Generationen zu fördern, sollen junge Menschen diese selbst gestalten. Durch die Aktion sollen sie sich an der Gestaltung ihres Umfelds beteiligen, in Arbeitsprozesse eingeführt und unterstützt werden sowie handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten entfalten.

Verlauf

Unter künstlerischer Anleitung gestalteten acht Jugendliche Grafitti, die sie später unter Anleitung eines handwerklich versierten Mitarbeiters umsetzten. Von der Projektplanung über Farbeneinkauf und Wandreinigung bis zur Maltechnik waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Mikroprojekt eingebunden.
    
Immer wieder kamen Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Freunde und Vereinsmitglieder während des Mikroprojektverlaufs zu Besuch und begutachteten anerkennend die Fortschritte.

Ergebnis

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren hoch motiviert und zeigten großes Interesse beim Erlernen handwerklicher und gestalterischer Techniken. Die engagierten qualifizierten Fachkräfte und die positive Resonanz vom Verein spornten die Jugendlichen zum zügigen Umsetzen und Durchhalten der teilweise recht anstrengenden Arbeit an. Stets erschienen sie pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt und fanden sich schnell in die Arbeitsstrukturen ein. Die anfängliche Zurückhaltung der Platzwarte des SVA gegenüber den Sprayern war aufgrund des Engagements der Jugendlichen bald überwunden. Die Arbeit verlief Hand in Hand, Absprachen wurden eingehalten und eigene Gestaltungsideen konnten in das Konzept einfließen.
Das gemeinsame Ziel führte zu einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, so dass am Ende nicht nur die jungen Künstlerinnen und Künstler stolz auf ihre Leistung waren, die über ihr alltägliches Umfeld hinaus wirkt und wahrgenommen wird. Auch Vorstand, Vereinsmitglieder, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Freunde äußerten sich begeistert über das fertige Produkt.

Neben den handwerklich-berufsorientierten Aspekten hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine sonst eher seltene Chance, auf legalem Weg ihre kreativen Fähigkeiten bei der Wandgestaltung auszuleben. Das Bewusstsein, dadurch auch noch eine nachhaltige sichtbare Aufwertung für den Stadtteil zu schaffen, war ein großer Ansporn für die Jugendlichen. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass bei diesem Mikroprojekt, das traditionell eher männliche Jugendliche anspricht, die weiblichen Jugendlichen dominierten.

Ansprechpartner(in)
Michael Schwennecker
Vorstand SVA Bockum-Hövel

Vera Stracke
Spiel-und Freiraumgestaltung Stadt Hamm

Tel.: 02381/176375