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Berufliche Orientierung und Qualifizierung im Rahmen gemeinnütziger Arbeit für junge Arbeitslose

Veranstalter

Netzwerk Radbod Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Hamm mbH

Förderzeitraum

1. Mai bis 30. Juni 2005

Ziele und Zielgruppe

Das Leben junger arbeitsfähiger Menschen, die unfreiwillig nicht in den Produktionsprozess integriert sind, wird mit vielfältigen Problemen konfrontiert. Nachhaltige Folgen können daher berufliche Dequalifizierung, Verunsicherung der Lebensperspektive, materielle Existenzunsicherheit, soziale Deklassierung und Ausgrenzung bis hin zu psychischen Problemen sein.

Mit diesem Mikroprojekt zur beruflichen Orientierung und Qualifizierung möchte die Netzwerk Radbod Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft jungen Arbeitslosen in realen Arbeitsprozessen ihr Selbstwertgefühl zurückgeben. Zielgruppe sind hier die unter 25-Jährigen mit erheblichen Defiziten für eine Vermittlung in Ausbildung bzw. Arbeit.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten ihre Arbeit als sinnvoll erlebte Tätigkeit in der Lebenswelt wahrnehmen. Gleichzeitig erhielten sie eine berufliche Orientierung und Qualifizierung hinsichtlich handwerklicher und organisatorischen Tätigkeiten auch im Hinblick auf ein eventuell späteres ehrenamtliches Engagement.

Im Unterschied zur üblichen Praxis, bei der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen des Case-Managements des kommunalen Jobcenters einzelfallorientiert einer gemeinnützigen Arbeit zugewiesen werden, sollen hier durch die Bildung einer Gruppe von mindestens fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch gruppendynamische Elemente in der Orientierung und Qualifizierung genutzt werden wie Team- und Konfliktfähigkeit.

Verlauf

Im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme wurden sechs junge Erwachsene an wöchentlich drei Tagen in verschiedenen Bereichen qualifiziert; an zwei Tagen übten sie gemeinnützige Tätigkeiten im Stadtteil aus. Um ihre Motivation zur Mitwirkung zu erhöhen, erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst Informationen über die Stadtteilarbeit im Hammer Norden mit den Zielen der aktuellen Arbeitsinhalte.

Unter fachlicher Anleitung haben sie lebensweltorientierte Projekte im Stadtteil realisiert. Geplant waren Gestaltungsmaßnahmen im Außenbereich des Stadtteilzentrums in der Sorauer Straße und die aktive Mitarbeit in der Vor- und Nachbereitung des Stadtteilfestes.

Ergebnis

Hoch motiviert durch die Chance zur beruflichen Integration und sinnvollen Tätigkeiten, beteiligte sich der überwiegende Teil der jungen Erwachsenen aktiv, während ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer völlig demotiviert waren, keine Einsicht in seine Mitwirkungspflicht hatte und das Mikroprojekt abbrach. Dem Anleiter gelang es, einen guten Zugang zu den verbliebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu finden und ihre Motivation aufrecht zu erhalten.

Ein sichtbares Produkt der lebensweltorientierte Mikroprojekte waren die neuen Pergolen im Außenbereich des Stadtteilzentrums. Noch rechtzeitig waren diese fertig gestellt.

Aufgrund der komplexen Arbeitsbeziehungen konnten eine Beurteilung durch Case-Manager und Kooperationspartner des Mikroprojektes zwar noch nicht erfolgen, doch angesichts der hochsommerlichen Temperaturen am Tag des Stadtteilfestes und der Schatten spendenden neuen Pergolen waren Akteure sowie Besucherinnen und Besucher zumindest dankbar für die Umsetzung des Mikroprojektes.

Das Ziel hinsichtlich der Motivierung und des Beitrags zur beruflichen Integrationsfähigkeit wurde trotz verwaltungsinterner Umstrukturierungsprobleme erreicht.

Ansprechpartner(in)
Annette Asmuth, Prokuristin
Netzwerk Radbod Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Hamm mbH
Hammer Straße 144
59075 Hamm

Tel.: 02381/9721220
Mail: b.will(at)netzwerk-radbod.de
Web: www.netzwerk-radbod.de