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Komitee "Lokales Kapital für soziale Zwecke"

Der Begleitausschuss – das Komitee "Lokales Kapital für soziale Zwecke" in Hamm-Norden
Vom 1.7.2003 bis zum 30.6.2008 beteiligt sich der Hammer Norden an dem Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke". Durch eine Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) können pro Jahr 80.000 € für Projekte vergeben werden, bei denen sich auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen qualifizieren können. Der Europäische Sozialfonds ist der Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmensgeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investitionen in die Humanressourcen.

Das Programm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ soll die Demokratie vor Ort stärken. Um insbesondere die betroffenen und engagierten Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungen teilhaben zu lassen, setzt sich das Komitee „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ in Hamm-Norden zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Gruppen im Stadtteil. Neben den Vertretern und Vertreterinnen der Kommune und der größeren Organisationen im Stadtteil soll das Lokale Netzwerk abgebildet sein, insbesondere durch Bewohnerinnen und Bewohner des jeweiligen Fördergebietes. Nicht zuletzt sollen die Zielgruppen der Mikroprojekte selbst vertreten sein, so sind auch kleinste Gruppen und Basisinitiativen mit dabei. Um die selbst gesetzten Quoten (50% Frauen, 15% Migranten analog zur Bevölkerung) erfüllen und die Arbeit erfolgreich durchführen zu können, kann das Komitee „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ in Hamm-Norden weitere Mitglieder berufen.

In der vierten Förderperiode (im Sommer 2006) sind im Komitee vertreten:

Anni Eiber und Andrea Rinke (beide Frauencafé Schottschleife), Klaus Henning (Mieterinitiative Schottschleife), Barbara Comino (Stadtteilbüro Hamm-Norden), Heinz Kruse und Hartmut Neumann (beide AG Nordener Vereine), Karl-Heinz Rohde (Förderkreis Bildung und Integration), Christian Nordhues (Familienpädagogisches Zentrum) Bärbel Kuttge und Christine Chudasch (beide Präventivkreis), Andrea Kaczmarek (Karlschule), Anika Pöpsel (Jugendarbeit Hamm-Norden) Horst Kuttge (Förderverein Hamm-Norden), Semra Sasirmaz (Unternehmerin), Dr. Helmut Walter (Interessen- und Werbegemeinschaft Hamm-Norden), Matthias Bartscher (Stadtteilkoordinator Hamm-Norden) und Klaus Köller (Stadtteilbüro Hamm-Norden).

Somit sind alle relevanten Gruppen aus dem Stadtteil vertreten. Das Verhältnis von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der im Stadtteil professionell Tätigen ist ausgewogen.

Vergabe der Mirkoprojekte durch das Komitee "Lokales Kapital für soziale Zwecke" in Hamm Norden

Antragsteller für Mikroprojekte werden ermittelt und beraten sowie entsprechende Anträge bearbeitet. Dieser Begleitausschuss trifft anhand der Mikroprojekttypen des "Lokalen Kapital für soziale Zwecke"und des im Lokalen Aktionsplan beschriebenen Handlungskonzeptes die Förderentscheidung über die eingereichten Mikroprojekte.

Kriterien für die Vergabe der Mittel
Wenn durch die lokale Koordinierungsstelle geprüft worden ist, ob die beantragten Mikroprojekte grundsätzlich förderfähig sind, dann ist das Komitee "Lokales Kapital für soziale Zwecke" in Hamm-Norden in seiner Entscheidung autonom. Die Mikroprojekte wurden jeweils nach einer Präsentation in diesem Komitee bewilligt. Es gibt zur Zeit noch keine "offizielle Kriterienliste", doch wenn man die bisherigen Vergaberegeln betrachtet, könnte man sagen:

  1. originelle und einsichtige Mikroprojektidee,
  2. Wirksamkeit hinsichtlich des Arbeitsmarktbezugs,
  3. realistische Umsetzungsplanung,
  4. relevante Zielgruppen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht,
  5. positiver Beitrag für die Gestaltung des Stadtteils und
  6. Berücksichtigung der Gender-Aspekte.

Auffällig war jeweils, dass besonders Mikroprojekte, die gut und umfassend präsentiert wurden, hohe Chancen auf eine Bewilligung erhielten, also Träger, die sich gut vorbereitet hatten und mit Engagement vortrugen. Bewährt hat sich auch ein mehrstufiges Verfahren, also zunächst die Darstellung einer Mikroprojektidee mit einem grundsätzlich positiven Signal für eine Bewilligung durch das Komitee, dann die Konkretisierung und die Bewilligung des umsetzungsreifen Konzepts. Dieses Verfahren gibt dem Komitee mehr Möglichkeiten, auch gestaltend und anregend einzugreifen; für die Träger bietet es die Möglichkeit, Mikroprojektskizzen zu testen, bevor sie ganz ausgearbeitet werden. Da das Gender-Thema trotz einer eigenen Weiterbildung nur widerstrebend aufgegriffen wurde und immer wieder Nachfragen und Nachbesserungen notwendig waren, wurde zu diesem Thema ein eigener Fragebogen entwickelt, der die verschiedenen Aspekte von Gender strukturiert abfragt. Mittel werden erst ausgezahlt, wenn dieser Fragebogen ausreichend beantwortet vorliegt. Nicht bewilligt wurden Mikroprojekte, die schlecht durchdacht und unzureichend vorbereitet waren, oder bei denen zentrale o.g. Aspekte nicht berücksichtigt waren. Dies waren jedoch nur wenige, und insgesamt wurden die allermeisten Entscheidungen einstimmig getroffen.

Gender-Fragebogen als Download hier ...