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Auf diesen Seiten finden Sie demnächst die Dokumentation über die Anfänge und den Verlauf von nun fast 20 Jahren Stadtteilarbeit im Hammer Norden.

Zur Geschichte dieses Stadtteils finden Sie schon jetzt vieles, was Gruppen und Bürgerinnen und Bürger zusammengetragen haben. Wenn Sie weitere Informationen und/oder Bilder haben, die für diese Seite interessant wären, wenden Sie sich bitte an das Stadtteilbüro.

Mittlerweile auch schon Geschichte ist die Förderung durch den Europäischen Sozialfond im Programm "Lokales Kapital für soziale Zwecke". Seit dem Jahr 2009 wurde dieses Programm abgelöst von dem Programm STÄRKEN vor Ort, mit dem wir auch weiterhin gefördert werden.

"Mein Kit wird fit - ich mach mit", ein Projekt zur Förderung der Erziehungskompentenz von Eltern mit Migrationshintergrund wurde von Akteuren der bisherigen Elternbildungsarbeit ins Leben gerufen. Mit Unterstützung der Hammer Elternschule und mit Hilfe eines Bündnisses verschiedener Institutionen der Stadtteile wurden Dank mehrerer Projekte aus "Lokales Kapital für soziale Zwecke" Migranten und Migrantinnen zu ehrenamtlichen Multiplikatoren in Erziehungs- und Bildungsfragen geschult. 

Das Programmgebiet Hammer Norden wird durch mehrere Eisenbahntrassen durchschnitten. Mitten im Gebiet führt der Bockumer Weg unter einer Bahnbrücke entlang. Im Rahmen des Aktionsprogramms „Hamm blüht auf“ haben interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 der Karlschule innerhalb von zwei Projektwochen mit viel Engagement eine ganzjährig anzuschauende Blütenpracht entstehen lassen. Die ehemals trostlos aussehende Brücke am Bockumer Weg / Kleiner Sandweg / Sudetenweg wurde in Zusammenarbeit mit dem Hammer Künstler Osman Bol und Mitarbeitern der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Netzwerk Radbod zu einem „Tulpen-Tor“ zwischen den Bezirken Bockum-Hövel und Heessen umgestaltet. Ein Mitarbeiter der Jugendarbeit Hamm-Norden e.V. hat diese Projektwochen personell begleitet.

 

Im Rahmen des gesamtstädtischen Projektes „Hamm blüht auf“ sind neben den „Bürgerprojekten“ und „Sponsorenprojekten“, die beiden auf die Aktivierung und Unterstützung des privaten Engagements zur aufwertenden Gestaltung des Stadt-Grüns erzielen, natürlich auch solche Projekte vertreten, bei der Stadt Hamm ihrer Vorbildfunktion nachkommt und die sie, mit gutem Beispiel vorangehend, in eigener Regie plant, finanziert und umsetzt. Gelegentlich kommt es  auch zu einer durchaus gewünschten „Mischprojektierung“. Dies ist bei diesem Projekt der Fall, das ein Beispiel für die erfolgreiche Kopplung eines städtischen Ankerprojektes mit der finanziellen und pflegenden Unterstützung privater Sponsoren ist.

 

Als eine Facette von Ankerprojekten hat es sich die Stadt Hamm zur Aufgabe gemacht, Stadtbrachen an einzelnen, dafür geeigneten Stelen im Stadtgebiet zu Streuobstwiesen zu entwickeln. Ein wichtiger Hintergrund dabei ist es, dass die Obstbäume öffentlich zugänglich sind, so dass die Früchte zur Erntezeit von den Bürgerinnen und Bürger vor Ort gepflückt werden können.

 

Die Umsetzung eines solchen Ankerprojekts hat sich im Stadtbezirk Bockum-Hövel auf der rund 2.700 m² großen städtischen Brachfläche am Großer Sandweg an der Johanneskirche angeboten. Auf dieser bislang strukturlosen Brachfläche ist bis vor kurzem lediglich Wiesenland zu finden gewesen. Im Rahmen des Projektes „Hamm blüht auf“ konnte die Brache nun zu einer Streuobstwiese entwickelt und somit auch gestalterisch aufgewertet werden. Bereits im April sind insgesamt zehn Apfel- und Pflaumenbäume in freier Anordnung angepflanzt worden.

 

Angeregt und unterstützt durch die Arbeitsgemeinschaft Nordener Vereine mit ihrem Vorsitzenden, Pfarrer Frank Millrath, ist für jeden Baum ein Sponsor gewonnen worden. Jeder der zehn Sponsoren – Vereine, Kirchengemeinden, Anwohnerinnen und Anwohner – haben das Projekt aber nicht nur finanziell unterstützt sondern zugleich eine sog. Baumpatenschaft übernommen. Damit tragen viele „Baumpatenschaftler“ dazu bei, dass „ihr“ Baum dauerhaft gepflegt und zu einem staatlichen Baum heranwachsen kann, der dann jedes Jahr zur Erntezeit mit vielen Früchten für den sorgsamen Umgang mit ihm entschädigt. Um das Projekt abzurunden, hat die Stadt Hamm einen Walnussbaum und entlang der Straße vier Robinien sowie eine ganze Reihe von Beerensträucher gepflanzt und einen befestigten Pfad zur Begehung der neu geschaffenen Grünflächen angelegt.